Bewegende Botschaften: Wie Jenny und Karin von den Volkstanzgruppen aus Tudorf und der Türkei legten Teilnehmer Blumengestecke am Hochkreuz nieder - © Johannes Büttner
Bewegende Botschaften: Wie Jenny und Karin von den Volkstanzgruppen aus Tudorf und der Türkei legten Teilnehmer Blumengestecke am Hochkreuz nieder | © Johannes Büttner

Büren Ukrainerin weckt Mitgefühl

Internationale Jugendfestwoche: Friedensbekenntnis der Volkstänzer im Tal von Böddeken nahe den Soldatengräbern

Johannes Büttner

Büren-Wewelsburg/Böddeken. Zum Abschluss der Internationalen Jugendfestwoche waren alle Teilnehmer in das Tal des Friedens gekommen, um auf den Ehrenfriedhof von Böddeken ein feierliches Bekenntnis zum Frieden abzugeben. "70 Jahre Frieden - dieses Geschenk kam nicht von allein, sondern entstand, weil die Nationen, weil die Menschen sich aufeinander zubewegt haben, sich einander anpassten, denselben Takt aufnahmen. All dieses gelang, ohne dass der Einzelne, sei es der Mensch, sei es die Nation, seine Individualität, seine Eigenheiten aufgeben musste", sagte der Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss des Kreis Paderborn Friedhelm Kaup in seiner Gedenkrede. Kaup erinnerte auch daran, dass durch die Festwoche wesentliche Ziele erreicht wurden und werden: Die Förderung von Verständnis, Zusammenarbeit und Toleranz, die Förderung des Erwerbs interkultureller Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit und die Förderung der Zivilcourage sowie der Ausbau von internationalen Freundschaften. Vertreter der Gruppen aus Bulgarien, Südtirol, Schweden, Niederlande, Ukraine,Litauen, Portugal, Türkei, Ungarn, Polen und Deutschland legten anschließend Blumengestecke am Hochkreuz des Friedhofs nieder und richteten Friedensbotschaften über die Gräber hinweg in die Welt hinaus. Insbesondere der Hilferuf nach Frieden der Botschafterin aus der Ukraine erweckte bei zahlreichen Teilnehmern viel Mitgefühl. "Wir wollen keinen Krieg, wir wollen keine Toten, wir wollen in Frieden leben", rief Lesija von der Gruppe "Perlynka" in Englisch über das Gräberfeld der Toten des Zweiten Weltkriegs und weckte damit Emotionen und viel Mitgefühl bei den Anwesenden.

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