Aufstellung für den großen Zapfenstreich: Auf der Treppe im Binnenhof des früheren Jesuitienkollegs in Büren standen Bernd und Daniela Atorf im Blickpunkt der St. Sebastion Bruderschaft. - © Johannes Büttner
Aufstellung für den großen Zapfenstreich: Auf der Treppe im Binnenhof des früheren Jesuitienkollegs in Büren standen Bernd und Daniela Atorf im Blickpunkt der St. Sebastion Bruderschaft. | © Johannes Büttner

Büren Älteste Schützenbruderschaft aus Büren mit Hofdamen aus halb Deutschland

Für das in Büren beheimatete Königspaar geht ein Herzenswunsch in Erfüllung

Johannes Büttner

Büren. Zwar sind Bernd und Daniela Atorf waschechte Bürener, doch ihren Lebensmittelpunkt hat das neue Königspaar der Büren Sankt Sebastian Schützenbruderschaft seit mehr als zehn Jahren in Stadecken-Elsheim bei Mainz. So weit mussten die Sebastiöner am Samstag bei Festumzug aber nicht laufen. Für die Königinnen-Eltern, Kreisschützenoberst Reinhard Mattern und seine Frau Ursula, war es eine besondere Freude, ihr Haus in der Fontanenstraße als Residenz der Regenten zur Verfügung zu stellen. Dass Bernd und Daniela Atorf einmal gern das Königspaar der Bruderschaft sein wollten, stand für den 43-jährige Kaufmann und die 39-jährige Sozialarbeiterin schon länger fest. "Das war kein spontaner Entschluss", gestand Daniela Atorf ein. Nachdem es beim Vogelschießen am Fronleichnamstag mit dem entscheidenden Schuss geklappt hatte, Atorf hatte sich ein starkes Duell mit Andreas Vogt geliefert, war am Abend schon kräftig gefeiert worden. "Wir hatten eine prima Stimmung in der Halle", bestätigte Oberst Ralf Kleine. Vorbereitet auf das mögliche Szenario waren auch die Hofdamen. "Die wussten Bescheid und sind sofort informiert worden", so Königin Daniela. Keine leichte Sache, denn schließlich kamen die 14 Damen nicht nur aus Büren und Steinhausen, sondern sogar aus Koblenz - und Königinnen-Schwester Alexandra sogar aus Nürnberg. Bei aller Vorbereitung: ein Königinnenkleid gab es am Donnerstag noch nicht. "Das habe ich am Freitag in Kaunitz gekauft", so die Regentin. Erworben hatte sie ein Traumkleid in der Farbe Elfenbein, das mit Spitzen und Schleppe versehen war. Das Antreten zum Festumzug war am Sonntag vom Marktplatz an die Gaststätte Schanze verlegt worden. Die Musikerinnen und Musiker des Bürens Spielmannszug und des Tambourcorps, 65 Schützen und Offiziere sowie Kreisschützenkönig Josef Lues aus Steinhausen und Stadtkönig Dominik Kersting aus Hegensdorf mit ihren Obristen als Ehrengäste bildeten für das Königspaar und seinen Hofstaat ein stattliches Gefolge.. Durch die mit Wimpeln und Fahnen geschmückte Stadt ging es zum Binnenhof des Mauritius-Gymnasiums. Vor dieser herrlichen Kulisse spielten die Musiker den Großen Zapfenstreich und gemeinsam wurde anschließen das Deutschlandlied gesungen. Auf dem weiteren Weg bis zur Stadthalle wurde auf dem Sportplatz der Parademarsch durchgeführt.Bereichert wurde die Feier am Abend mit einer großen Polonaise.

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