Informierten die Steinhäuser: Ortsvorsteher Franz-Josef Borghoff (v. r.), Schützenoberst Hans-Werner Siedhoff, Jens Meschede (Kämmerer der Stadt Büren), Matthias Seipel (Fachbereichsleiter), Marita Krause (Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters), Christian Bambeck und Heinz Kirse (beide stellvertretende Bürgermeister). - © Karl Finke
Informierten die Steinhäuser: Ortsvorsteher Franz-Josef Borghoff (v. r.), Schützenoberst Hans-Werner Siedhoff, Jens Meschede (Kämmerer der Stadt Büren), Matthias Seipel (Fachbereichsleiter), Marita Krause (Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters), Christian Bambeck und Heinz Kirse (beide stellvertretende Bürgermeister). | © Karl Finke

Büren Discounter meiden Steinhausen

Bürgerversammlung: Beim Umbau der Ortsdurchfahrt stehen die geplanten beiden Kreisverkehr auf der Kippe

Karl Finke

Büren-Steinhausen. Wünsche zur Ansiedlung eines Discounters, der Umbau der Ortsdurchfahrt und ein neues Baugebiet im Niederfeld: Bei der Bürgerversammlung am Montagabend in Steinhausen erfuhren die Dorfbewohner Neuigkeiten zu aktuellen Themen im Ort. Der örtliche Arbeitskreis für den Rückbau der Bürener/Geseker Straße hatte in den Planungen mit dem Kreis Paderborn Mini-Kreisverkehre an den Abzweigungen Eringerfelder Straße und Sonderbach (Richtung Eickhoff) vorgeschlagen. Beide Planungen hätten aber bei der Polizei und der Verkehrsbehörde Bedenken hervorgerufen, berichtete Michael Rüngeler vom Kreis-Planungsamt. In der nächsten Sitzung sollten mögliche Lösungen vorgestellt werden. Altbürgermeister Friedhelm Kaup hielt einen Kreisel an der Ecke Eringerfelder Straße nach wie vor für die beste verkehrliche Struktur. Rüngeler sagte dazu: "In irgendeiner Form wird es eine Verbesserung der heutigen Situation geben." Ob der Umbau dieser Kreisstraßen 50 und 19 noch vor dem Kreisschützenfest im September begonnen werden könnte, blieb am Abend offen. Rüngeler verwies auf Schützenoberst Hans-Werner Siedhoff. Der hätte davor gewarnt, dass Steinhausen sich mit Baumaßnahmen vor dem Fest möglicherweise in eine unnötige Bredouille bringen würde. Von der Stadt Büren teilte Fachbereichsleiter Matthias Seipel mit, dass in der Ortsdurchfahrt "keine Gehwege komplett erneuert", also keine Anliegerbeiträge anfallen würden. Als Allgemeine Vertreterin von Bürgermeister Burkhard Schwuchow erläuterte Fachbereichsleiterin Marita Krause die Konsequenzen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für Steinhausen. Für einen Discounter wäre eine Zahl von 5.000 Bewohnern erforderlich. In Steinhausen zeigte sich die Bevölkerungsentwicklung aber "mehr rückläufig als in anderen Orten" der Stadt. Das Gelände des ehemaligen Möbelhauses Farke läge zudem in keiner fußläufigen Entfernung (mehr als 600 Meter). Entscheidend wären die eindeutigen Aussagen der Unternehmen Aldi und Lidl. Beide hätten in schriftlichen Antworten entsprechende Überlegungen verneint. Die Stadt Büren bemüht sich allerdings um eine Neubesiedlung dieses Gewerbegebietes nahe der Autobahn. Die Wirtschaftsförderung hätte den Eigentümern "schon mindestens fünf Vorschläge gemacht", so Krause. Im Niederfeld hinter dem Friedhof soll im Sommer 2017 mit der Erschließung von zunächst zehn Bauplätzen begonnen werden. Fachbereichsleiter Seipel wies darauf hin, dass die neuen Vergaberichtlinien für Grundstücke Steinhäusern und Bewohnern mit einem Arbeitsplatz im Stadtgebiet größere Chancen einräumten. Im ersten Quartal des nächsten Jahres sollen die Bauplätze vergeben werden. Die Quadratmeter-Preise würden sich an den bisherigen Größenordnungen von 60-70 Euro orientieren. Anwohner des zur Verkleinerung vorgesehenen Baugebietes Oberfeld wünschten einen Erhalt des Wanderweges unter den Stromleitungen. Das Anliegen soll in der geplanten Anliegerversammlung am 8. Dezember besprochen werden.

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