Selfmade-Mann an dieser bald durch ein Tor geschlossenen Zufahrt: Der Unternehmer Peter Berch modernisiert die Wohnungen im früheren Wirtschaftsgebäudes und Schwesternwohnheim. Das großzügige Gelände bietet auf der Rückseite Parkplätze und Freizeitflächen. - © Karl Finke
Selfmade-Mann an dieser bald durch ein Tor geschlossenen Zufahrt: Der Unternehmer Peter Berch modernisiert die Wohnungen im früheren Wirtschaftsgebäudes und Schwesternwohnheim. Das großzügige Gelände bietet auf der Rückseite Parkplätze und Freizeitflächen. | © Karl Finke

Büren Schwesternwohnheim neu belebt

Nebengebäude des geschlossenen Bürener Krankenhauses: Investor Peter Berch hat die Gebäude aus dem Umkreis der Marseille Kliniken AG erworben und kann die renovierten Wohnungen leicht vermieten

Karl Finke

Büren. In die Nebengebäude des 2010 geschlossenen Bürener Krankenhaus ist neues Leben eingezogen. Der Bürener Peter Berch hat die 9.000 Quadratmeter große Fläche erworben und in den drei großräumigen Häusern die Wohnungen teilweise schon fertig renoviert. Im altersmäßig jüngsten Objekt praktiziert im Untergeschoss weiterhin das Ärzteehepaar Dr. Wagner. "Die Nachfrage ist da, das läuft gut", sagt der Investor, der selbst am Bürener Bennenberg wohnt: "Ich brauchte nicht zu werben." Wer bislang die Arztpraxis über das Krankenhaus-Areal ansteuerte und an der Rettungswache entlang fuhr, muss sich an die neue Zufahrt gewöhnen. An der Barkhäuser Straße hat Berch von einem Anlieger ein weiteres Grundstück erworben und von hier aus eine breite Anliegerstraße bauen lassen. Ein feiner Asphalt soll hier nach Abschluss aller Bauarbeiten aufgetragen werden. In dem ersten, früheren Wirtschaftsgebäude des St. Nikolaus Krankenhauses sind acht Wohneinheiten - zwei Appartments und sechs Wohnungen - schon modernisiert und von Mietern bezogen worden. Die Fassade soll im Frühjahr 2017 frisch fertiggestellt sein, so Berch. Im Nachbargebäude wird an der Erneuerung von sechs Miet-Wohneinheiten weiter gearbeitet. Hier wohnen zur Zeit auch Berchs Eltern. In der früheren so genannten Pastoren-Wohnung auf der obersten Ebene residiert bereits eine Wohngemeinschaft. Im vom Alter her jüngsten Gebäude zur Sandkuhle hier, unten die Arztpraxis, sollen auf zwei Etagen insgesamt zehn Wohneinheiten angeboten werden. "Ich befinde mich in Gesprächen mit der Caritas", sagt Berch, der gern eine Betreuung der Wohnungen sicherstellen will. Ein im Haus vorhandener Aufzug bietet die entsprechenden Voraussetzungen für interessierte Mieter auf den vier weiteren Geschossenebenen. Die Firmen arbeitet nur mit Subunternehmern Für die Bauarbeiten engagiert Berch Subunternehmen. "Ich habe keine Mitarbeiter", sagt er und nennt seinen Neffen als Praktikanten eine Ausnahme. Mit den Eltern, die aus Russland nach Deutschland gekommen waren, wohnte Berch zunächst in Haaren, ging in Bad Wünnenberg-Fürstenberg zur Schule und absolvierte eine Ausbildung in einer kleinen Schreinerei. Alle kaufmännischen Kenntnisse eignete sich der verheiratete Vater von vier Kindern nach und nach selbst an. Seine drei Firmen für Immobilien, Fenster-Vertrieb und Photovoltaik-Anlagen will er zukünftig zusammenführen. Als Investor macht sich Berch vor keinem Projekt bange. "So etwas wie hier macht mir unendlich Spaß", benennt er seine Motivation und baut auf dem ehemaligen Krankenhaus-Gelände auch auf die Vorzüge des Areals: "Die Lage ist top." Im Rückraum der Barkhäuser Straße bieten die Wohnungen draußen viel Platz, Ruhe vor Straßenlärm und viel Grün zum Genießen. Durch den Zukauf vom Nachbarn kann er Kindern demnächst sogar einen Spielplatz und den Erwachsenen eine Ecke zum Grillen bauen.

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