Laut Verein "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft" seien viele Menschen in Büren grundlos inhaftiert. - © Marc Köppelmann
Laut Verein "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft" seien viele Menschen in Büren grundlos inhaftiert. | © Marc Köppelmann

Büren Vorwürfe wegen Abschiebehaft: Viele Menschen zu Unrecht in Büren inhaftiert

Laut Verein "Hilfe für Menschen in Abschiebehaft" seien 60 Prozent der Betroffenen ohne rechtliche Grundlage inhaftiert

Büren (epd). In der Abschiebehafteinrichtung in Büren sind nach Informationen des Vereins „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft" viele Menschen zu Unrecht untergebracht. Eine erste Auswertung der Asylverfahren von Inhaftierten im Zeitraum von Mai 2015 bis Ende 2017 zeige, dass in 60 Prozent der Fälle die Betroffenen ohne rechtliche Grundlage inhaftiert gewesen seien, erklärte der Sprecher der Initiative, Frank Gockel. Seit Wiedereröffnung der bundesweit größten Abschiebungshaftanstalt vor fast drei Jahren hat der Verein nach eigenen Angaben 221 Gefangenen juristisch geholfen. In 119 Fällen sei das Verfahren mittlerweile abgeschlossen, mehrheitlich hätten die Gerichte zugunsten der Asylsuchenden entschieden.

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