Gar nicht traurig: Bei der Eröffnung sorgte (l.) Humorist Erwin Grosche für einen lockeren und humorvollen Ausstellungsauftakt in (r.) Dieter Sauerbiers Trauerraum. - © Johannes Büttner
Gar nicht traurig: Bei der Eröffnung sorgte (l.) Humorist Erwin Grosche für einen lockeren und humorvollen Ausstellungsauftakt in (r.) Dieter Sauerbiers Trauerraum. | © Johannes Büttner

Büren Bestattungshaus Sauerbier stellt Karikaturen aus

Humoriges im Trauerraum

Johannes Büttner

Büren. Darf man in einem Bestattungshaus Karikaturen zu den Themen Sterben, Tod und Trauer zeigen? Darf in einem solchen Raum sogar gelacht werden? Oder ist das pietätlos? Der Bürener Bestattungsunternehmer Dieter Sauerbier sagte ja und so sind in seinem Trauerraum bis zum 23. Februar 62 Bilder zu sehen, die auf humoristische Weise, aber dennoch sensibel mit dem zentralen Thema der Ausstellung, dem Tod, sowie der Demenz, Todesängsten und Begräbniskultur auseinandersetzen. Die Karikaturen, eine Leihgabe der Hospiz-Akademie Bamberg, wurden von 45 Künstlern aus West- und Osteuropa sowie aus dem Iran geschaffen. Dass die 85 Teilnehmer der Ausstellungseröffnung sogar herzhaft lachen konnten, das lag in erster Linie an Erwin Grosche. Der Paderborner Humorist sinniert humorvoll über das Leben, das Alter und den Tod. Er liebe zwar Ruinen, würde aber, um eine Gewissheit zu haben, dass er noch nicht alt sei, hin und wieder mit dem Schulbus mitfahren. "Da steht keiner für mich auf, das ist für mich der Beweis das ich noch nicht alt bin". Auch Gastgeber Dieter Sauerbier hat im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit schon einiges an Kuriositäten erlebt. So etwa als ein älterer Herr seine schwer kranke Frau schon vor deren Tod zur Aufbewahrung (statt Aufbahrung) abgeben wollte. Auch um die Überführungskosten zu sparen. Die Ausstellung kann täglich zwischen 9 und 12 Uhr sowie zwischen 16 und 20 Uhr besichtigt werden. Gruppen sollten sich unter Tel. (0 29 51) 9 82 40 anmelden.

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