Auf der historischen Treppe des Mauritiusgymnasiums: Das Autorentrio Mauritz von Neuhaus in Person von (v. l.) Hilla Jürgensmeier-Schlüter (Lehrerin) sowie den Ex-Schülern Gregor Christiansmeyer und Hendrik Peeters mit einem Exemplar ihres Buches. - © Verlag
Auf der historischen Treppe des Mauritiusgymnasiums: Das Autorentrio Mauritz von Neuhaus in Person von (v. l.) Hilla Jürgensmeier-Schlüter (Lehrerin) sowie den Ex-Schülern Gregor Christiansmeyer und Hendrik Peeters mit einem Exemplar ihres Buches. | © Verlag

Büren Drei auf der Krimi-Welle

Fiktives Büren im Buch: Titel "Totgehoppelt" des Mauritianer-Trios schon 800-mal verkauft. Nachfolge-Thema schon geplant

Julian Wessel

Büren. Während der Jubiläumsfeier des örtlichen Kaninchenkastenumstellvereins verschwindet der Bürener Bürgermeister spurlos. Kurz nachdem seine Leiche in Wewelsburg gefunden wurde, gibt es bereits eine zweite Tote: seine Sekretärin! "Totgehoppelt" heißt der erste Kriminalroman, den das Autorentrio unter dem Pseudonym "Mauritz von Neuhaus" veröffentlicht hat. Jetzt machen sich die drei Autoren bereits Gedanken zu einem Nachfolgeroman, dabei ist die Entstehung ihres ersten Regionalkrimis schon außergewöhnlich. Während einer zweitägigen Busfahrt nach Litauen im Rahmen eines Schüleraustausches kam Langweile auf. Da man sich außergewöhnlich gut verstand, schmiedeten die beiden Schüler und ihre Lehrerin den Plan, einen gemeinsamen Urlaub zu verbringen. Zur Finanzierung wollte das ungewöhnliche Trio ein Buch schreiben. Auch das Genre war schnell klar: Alle drei sind leidenschaftliche Krimi-Fans. Gregor Christiansmeyer hatte bereits mit elf Jahren schriftstellerische Ambitionen. Dennoch klang der Plan erst einmal für alle unrealistisch, auch im Nachhinein sagt Hilla Jürgensmeier-Schlüter: "Das war anfangs alles nur Rumspinnerei". Einmal mit dem Schreiben angefangen, gab es trotz einigen Durchhängern keinen Gedanken mehr ans Aufhören. Bereits im Vorfeld wurden die Aufgaben verteilt und grundlegende Fragen geklärt. Durch den Aufbau von zwei Handlungssträngen, die am Ende zusammengeführt werden, wurde die Arbeitsaufteilung deutlich erleichtert. Die beiden damaligen Schüler konzentrierten sich auf die Darstellung der Ermittlungsarbeit, während ihre Lehrerin für Geschichte und katholische Religiondie Täterperspektive einnahm. Dass die Reaktionen auf ihren gemeinsamen Debütroman derart positiv ausfallen, erstaunt selbst Hilla Jürgensmeier-Schlüter selbst. Mit bereits 800 verkauften Exemplaren konnte man bereits nach drei Monaten über die Hälfte der Auflage verkaufen. Auch bei der ersten Lesung in der Buchhandlung Linnemann hatte man 30 Besucher. Angesichts des positiven Feedbacks ist es also auch nicht verwunderlich, dass die Gedankenspiele der Autoren bezüglich eines Nachfolgers bereits in vollem Gange sind. Mittlerweile studieren die beiden ehemaligen Schüler: Hendrik Peeters Französisch und Chemie auf Lehramt in Paderborn, Gregor Christiansmeyer Geschichte und Politikwissenschaft in Münster. Die bisherige Planung sieht einen zweiten Kriminalroman mit denselben Kommissaren vor, der sich dann jedoch mehr auf Paderborn konzentrieren und im kirchlichen Bezugsrahmen stehen soll. Hilla Jürgensmeier-Schlüter sagt dazu grinsend: "Erste Ideen konnte ich bereits bei unserem Schützenfest in Weine sammeln". Der Krimi "Totgehoppelt" ist überall im Buchhandel erhältlich. Weitere Informationen zu dem Autorentrio finden sich im Internet.

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