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Paderborn/Borchen Kein Ende des PFT-Prozesses in Paderborn in Sicht

Ein Verfahren eingestellt

Paderborn (lnw). Im sogenannten PFT-Prozess um einen der größten Umweltskandale in NRW ist kein Ende in Sicht. Das Verfahren vor dem Landgericht Paderborn war im Januar gegen zunächst sechs Angeklagte eröffnet worden. Das Verfahren gegen einen der sechs sei jetzt wegen geringer Schuld eingestellt worden, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Freitag. Dabei handle es sich um einen 44 Jahre alten Angestellten einer belgischen Firma aus Mechelen.

Die Männer werden beschuldigt, illegal aus Belgien und den Niederlanden importierten Klärschlamm mit Dünger vermischt und an Landwirte verkauft zu haben. Die darin enthaltene Industriechemikalie PFT steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Es war auf Äcker und entlang der Ruhr ins Trinkwasser gelangt. Bislang gab es 45 Verhandlungstage.

Die Rechtslage ist schwierig, die Verhandlungstage sind oft zäh.
In der Regel werde zweimal pro Woche getagt, sagte der Gerichtssprecher. Gelegentlich würden Zeugen aus Belgien nicht erscheinen. Vorsichtshalber seien schon jetzt Termine für das ganze nächste Jahr verabredet worden. Die Angeklagten haben bislang geschwiegen.

Der Fall flog 2006 auf. Hauptverantwortlicher ist für die Staatsanwaltschaft ein inzwischen insolventer, 43 Jahre alter Unternehmer mit Betrieben in Borchen und in Bleicherode bei Nordhausen in Thüringen.

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