Andrang bei i-Dötzen: Hier die neuen Erstklässler der Montessorischule Dörenhagen beim Schulstart 2016. - © Marc Köppelmann
Andrang bei i-Dötzen: Hier die neuen Erstklässler der Montessorischule Dörenhagen beim Schulstart 2016. | © Marc Köppelmann

Borchen Montessorischule in Borchen ist ein Magnet

Schulentwicklungsplan: In Nordborchen werden die Schülerzahlen leicht ansteigen, und die Gemeinde rechnet hier zukünftig mit einer Betreuungsquote von 75 Prozent

Karl Finke

Borchen. Im Rathaus der Gemeinde Borchen ist eine umfassende Analyse der heutigen Schülerzahlen und eine Prognose für die Zukunft erarbeitet worden. Obwohl für die Grundschule Nordborchen ein leichter Anstieg der Schülerzahlen erwartet wird, geht Rathaus-Mitarbeiter Bernd Niggemeier von einer weiteren Zweizügigkeit aus. Niggemeier stellte im Schulausschuss das umfangreiche Datenmaterial für das von der CDU eingeforderte Schulentwicklungskonzept vor. Für die gesamte Gemeinde erwartet er in den nächsten fünf Jahren eine fast gleichbleibende Gesamtschülerzahl - sie beträgt aktuell 540. "Kein Grundschulstandort ist gefährdet und die Zügigkeit kann überall aufrecht erhalten werden", so Niggemeiers Einschätzung. In den fünf Orten mit vier Grundschulen an sechs Standorten fallen die Besuchsquoten vor Ort allerdings unterschiedlich aus. Aus Kirchborchen und Nordborchen besuchen jeweils rund 30 Kinder nicht die nächstgelegene Grundschule. Aus Alfen und Etteln zieht es jeweils etwa sieben Kinder zu benachbarten Institutionen. Magnet für auswärtige Mädchen und Jungen ist die Montessorischule in Dörenhagen, wo aktuell 99 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden - vor Ort wohnen 69. An der Rudolf-Steiner-Schule in Schloss Hamborn ist in diesem Schuljahr nur eine Eingangsklasse gebildet worden. Auch Kindern aus der Gemeinde Borchen mussten Absagen erteilt werden, so der Schulleiter in der Ausschusssitzung. Für eine wünschenswerte Zweizügigkeit wären aktuell "Liegenschaftsfragen nicht geklärt". Aus den Reihen der Ausschussmitglieder wurde der Wunsch geäußert, die Zahlen für Hamborn im Schulentwicklungsplan separat auszuweisen. Bei der Betreuung im Grundschulbereich wies Niggemeier auf die rasant steigenden Zahlen in Nordborchen hin. Das aktuelle Niveau von 53 Prozent der Schülerinnen und Schüler werde in den kommenden Jahren wohl bis auf 75 Prozent steigen. Er rechnet in der Über-Mittag- und Nachmittagsbetreuung zukünftig mit 140 Mädchen und Jungen. Zu der umfangreichen Ermittlung und Aufarbeitung der Zahlen sagte der Ausschuss-Vorsitzende Hans-Jörg Nordmeyer (SPD): "Diese Arbeit ist nicht notwendig gewesen. Sie hat die Verwaltung unter Druck gesetzt. Die bisherigen Zahlen hätten genügt."

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