Der Feldweg soll bleiben: Auf dem Schotterplatz am Sportplatz Hessenberg (unten r.) sollen Eltern parken und ihre Kinder über die unbefestigte Zuwegung zur geplanten Kita bringen. Ein Teil des Ackers bleibt als Abstandsfläche zur Sportanlage. - © www.sportpictures.de
Der Feldweg soll bleiben: Auf dem Schotterplatz am Sportplatz Hessenberg (unten r.) sollen Eltern parken und ihre Kinder über die unbefestigte Zuwegung zur geplanten Kita bringen. Ein Teil des Ackers bleibt als Abstandsfläche zur Sportanlage. | © www.sportpictures.de

Borchen Am Hessenberg wird ein neuer Kindergarten möglich

Neue Lärmschutzverordnung für Sportanlagen: Durch gesetzlich verringerte Abstände kann die Gemeinde Borchen eine weitere Ackerfläche erwerben und bebauen. Auch zusätzliche Wohnbebauung geplant

Karl Finke

Borchen. Das schon in der Erschließung befindliche neue Baugebiet am Hessenberg in Nordborchen kann noch größer werden und näher an den Sportplatz Hessenberg rücken. Möglich wird dies durch die jüngste Änderung der Lärmschutzverordnung für Sportanlagen (SALVO). Die Gemeinde Borchen will hier weitere Wohngrundstücke schaffen und einen neuen Kindergarten bauen, so Bürgermeister Reiner Allerdissen am Donnerstagabend im Bauausschuss. Die neue SALVO lässt zu bestimmten Tagesruhezeiten um fünf Dezibel höhere Lärmwerte zu. Ein Fachbüro ist von der Gemeinde bereits beauftragt worden, das schalltechnische Gutachten für das Baugebiet neu zu erstellen. Nach ersten Einschätzungen kann die Erweiterungsfläche im hinteren Bereich des Gebietes (von der Kreuzricke aus) etwa zur Hälfte den geplanten Kindergarten (im oberen Bereich), zur anderen Hälfte weitere Wohnhäuser aufnehmen. Bürgermeister Allerdissen will Eltern, die ihre Kinder mit dem Pkw zur Kita bringen, auf den Schotterparkplatz am Sportplatz Hessenberg lotsen. Tagsüber sind die gut 30 Parkplätze dort weitgehend frei. Als fußläufige Zuwegung soll der vorhandene Feldweg dienen. „Ich will den Verkehr nicht bis an die Kita haben", wünschte der Rathauschef. 400 Fahrzeuge prognostiziert In der Sitzung argumentierten Mitglieder der grünen Fraktion, der CDU und der „Freien" für einen Ausbau dieser zweiten Zufahrt neben der durchs Wohngebiet von der Kreuzricke aus. Eine solche Alternative würden wohl nur zehn Prozent der Kita-Besucher nutzen, vermutete CDU-Ratsherr Hubertus Franke. Für die SPD wehrte Jürgen Schmidt den Vorstoß ab. Die Diskussion zu dem Thema wäre „längst abgeschlossen". Der Stadtweg könnte nicht mit mehr Verkehr belastet werden. Eine Überlastung der Kreuzricke, wo er selbst wohne, schloss Schmidt aus. – 400 Fahrzeuge sollen dort laut Carsten Koch (Freie) noch ohne die Kindergartenplanung prognostiziert worden sein. Die Gemeinde Borchen plant für die Zukunft offenbar am Hessenberg eine Umgehungsstraße. „Solange wir die Entlastungsstraße von oben nicht haben", so Bürgermeister Allerdissen, wäre die Gemeinde auf die bisherigen Zufahrten angewiesen. Er stellte schließlich aber auch fest, dass eine Durchfahrt über den Feldweg zum Kindergarten „immer möglich" und „für die Eltern eine gute Möglichkeit" würde.

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