Freuen sich auf den Neustart im Mallinckrodthof: (v. l.) Das Pächterehepaar Elke Temme-Cramer und André Cramer, Bürgermeister Reiner Allerdissen, Karin Striewe, Elisabeth Rüsing und Kämmerer Henry Klare. - © Ralph Meyer
Freuen sich auf den Neustart im Mallinckrodthof: (v. l.) Das Pächterehepaar Elke Temme-Cramer und André Cramer, Bürgermeister Reiner Allerdissen, Karin Striewe, Elisabeth Rüsing und Kämmerer Henry Klare. | © Ralph Meyer

Borchen Cramer übernimmt Mallinckrodthof

Im Sommer 2017 eröffnet der Ratskeller-Wirt aus Paderborn die Gastronomie im alten Herrenhaus. Umfangreiche Umbauten. Westfälische Küche mit französischen Akzenten

Ralph Meyer

Borchen. "Genießen im Herzen von Borchen" wird es ab Mitte 2017 wieder heißen, wenn André Cramer und seine Ehefrau Elke Temme-Cramer im Sommer die Gastronomie im Mallinckrodthof, die gute Stube der Gemeinde, wieder eröffnen. Den geplanten Namen behalten die Pächter einstweilen noch für sich. Nachdem die Gastronomen gestern mit Kämmerer Henry Klare den zunächst auf fünf Jahre angelegten Pachtvertrag unterschrieben haben, werden in den kommenden Monaten zunächst die Handwerker das Sagen haben, so Karin Striewe vom Borchener Bauamt. Der Mallinckrodthof künftig durch einen Aufzug barrierefrei erschlossen. Er ersetzt den bisherigen "oft launigen" Lift, der behinderten Gästen bislang den Zugang zur Gastronomie erleichtertet. Mit der neuen Aufzugsanlage, die links von Restauranteingang angebaut wird, ist künftig neben der Gastronomie im Hochparterre auch das Trauzimmer im Obergeschoss des alten Herrenhauses barrierefrei erreichbar. Auch die Küchenräume werden durch Nutzung zusätzlicher Flächen von 12 auf 26 Quadratmeter mehr als verdoppelt, freut sich Bürgermeister Reiner Allerdissen, der selbst gelernter Koch ist. Die Gemeinde investiert rund 450.000 Euro in die Sanierungsarbeiten. Für das Restaurant stehen 110 Quadratmeter zur Verfügung. "Wir werden dort mindestens 60 Plätze einrichten", erläutert Pächter André Cramer, der auch den Paderborner Ratskeller betreibt. Beim Terrassengeschäft will er mit sommerlichen Gerichten punkten. 60 Plätze sollten es dort ebenfalls sein. Anbieten will das Ehepaar westfälische Küche mit französischen Akzenten - kein Wunder, denn André Cramer hat französische Wurzeln. "Mein Großvater stand noch mit 97 am Kohlenherd, und ich habe mir die Finger verbrannt", erinnert er sich. Auch bei den Öffnungszeiten wollen Cramers nachlegen. Von Mittwoch bis Sonntag soll die Küche täglich von 9.30 bis 21.30 Uhr geöffnet sein. Montags ist Ruhetag, dienstags schließt der Betrieb bereits um 18 Uhr. Wenn es die Belegung zulässt, will Cramer auch den Großen Saal nutzen, denn der bietet sich für Hochzeiten - das Trauzimmer ist nur ein paar Stufen entfernt - Familienfeste und Betriebsfeiern an. Bürgermeister Reiner Allerdissen ist überzeugt, dass das gastronomische Angebot die Attraktivität der gesamten Anlage erhöhen wird. Cramers Vorgänger, die Eheleute Bodemann, hatten die Pforten ihres Cafés Ende Oktober geschlossen.

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