Zwischen den Anschlussstellen Borchen und Paderborn - Mönkeloh: Mehrere Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt. - © Marc Köppelmann
Zwischen den Anschlussstellen Borchen und Paderborn - Mönkeloh: Mehrere Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt. | © Marc Köppelmann

Borchen Drei Tote bei Unfall auf der A 33 bei Borchen

Polizei geht davon aus, dass der Unfall durch einen Falschfahrer ausgelöst wurde

Ralph Meyer

Borchen. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 33 sind in der Nacht zu Montag drei Menschen getötet worden. Der Unfall ereignete sich gegen 23.45 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Bielefeld in Höhe Borchen zwischen den Anschlussstellen Borchen und Paderborn-Mönkeloh. Dort kollidierten zwei Personenwagen, ein BMW eines 44 Jahre alten Mannes aus Pforzheim und ein VW Touran eines 31-jährigen Paderborners  mit hohem Tempo nahezu frontal. Der Touran überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Für die beide Fahrer und die 34-jährige Mitfahrerin im Paderborner Touran  kam jede Hilfe zu spät. Sie starben noch an der Unfallstelle. Zwei weitere Personenwagen, ein VW Lupo aus dem Kreis Herford und eine Peugeot 206 aus dem Landkreis Gotha kollidierten Sekunden später mit den verunfallten Fahrzeugen. Beide Fahrerinnen - eine 23-Jährige aus Gotha und eine 20-jährige Herforderin -  wurden schwer verletzt und nach notärztlicher Versorgung in Paderborner Krankenhäuser eingeliefert. Die Polizei Bielefeld geht nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen davon aus, dass der Unfall durch einen Falschfahrer ausgelöst wurde. Nach Angaben eines Zeugen fuhr ein Personenwagen auf der Richtungsfahrbahn Bielefeld in Richtung Kassel und prallte dort mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Paderborn noch in der Nacht einen Sachverständigen eingeschaltet. Die Leitstelle für den Kreis Paderborn löste um 23.49 Uhr das Alarmstichwort "Massenanfall an Verletzten" aus. Fünf Rettungs- und vier Krankentransportwagen sowie vier Notärzte rückten zur Unfallstelle aus. Die Feuerwehr war mit rund 55 Einsatzkräften der Löschzüge Kirch- und Nordborchen sowie Alfen im Einsatz, um die eingeklemmten Unfallopfer mit hydraulischen Werkzeugen aus den total zerstörten Wracks zu befreien. Zur Unfallzeit herrschte auf der A 33 dichter Nebel mit Sichtweiten unter 100 Metern. Die Temperatur lag knapp unter dem Gefrierpunkt. Die Unfallstelle befindet sich zwischen den Talbrücken Alme und Lohme-Alme. Der Verkehr staute sich im Laufe der Nacht bis zu fünf  Kilometer weit zurück. Die Personenwagen, die zwischen der Anschlussstelle Borchen und der Unfallstelle standen, wurden von der Polizei zur Anschlussstelle zurückgeführt. Die Richtungsfahrbahn Bielefeld der A 33 blieb bis gegen 8.15 Uhr  für den Verkehr gesperrt. Die Einsatzkräfte der Borchener Feuerwehr wurden noch in der Nacht durch eine Notfallseelsorgerin betreut. Die Polizei bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zum Hergang machen können, sich unter Tel. (0521) 5 45-0 bei der Polizei in Bielefeld zu melden.

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