Tamar Dreifuss inmitten der Schüler. - © FOTO: REALSCHULE FÜRSTENBERG
Tamar Dreifuss inmitten der Schüler. | © FOTO: REALSCHULE FÜRSTENBERG

Bad Wünnenberg Besuch einer Zeitzeugin des Holocaust

Beitrag zur Werteerziehung in der Realschule Fürstenberg

Bad Wünnenberg. Die Autorin und Zeitzeugin des Holocaust in Litauen, Tamar Dreifuss, besuchte die Klassen 5 und 6 der Realschule Fürstenberg und faszinierte Schüler und Lehrer mit ihrer beeindruckenden Erzählung zu den Bildern ihres Kinderbuches "Die wundersame Rettung der kleinen Tamar 1944 – Ein jüdisches Mädchen überlebt den Holocaust in Osteuropa".

In der Aula waren 113 Schülerinnen und Schüler mit ihren Deutschlehrern versammelt und dennoch war es mucksmäuschenstill, als die 74jährige Dreifuss sich vorstellte und den Kindern von ihrer Herkunft, frühen Kindheit und Familie erzählte.

Mit einem Lied drückte sie einen tiefen Dank an ihre mutige Mutter aus. Ihrem entschlossenen Handeln verdanke sie ihr Überleben, sagte Tamar Dreifuss. Den Inhalt des autobiografischen Kinderbuchs über Flucht und Rettung vor dem Vernichtungslager erzählte die Autorin frei zu den projizierten Buch-Illustrationen und fügte zusätzliche Erklärungen ein, sodass das Schicksal des 3- bis 7-jährigen Mädchens die Zuhörer sehr persönlich berührte.

So war das anschließende Gespräch auch geprägt von vielen sachlichen und emotionalen Fragen und Aussagen der Kinder und persönlich sehr offenen und kindgerechten Auskünften und Erklärungen der Zeitzeugin. Wie selbstverständlich spürten und benannten die Kinder die Motivation der Autorin, dieses Buch geschrieben zu haben und darüber mit Kindern von heute in Kontakt zu treten.

Weder Verbitterung noch Angst, sondern Optimismus für die Zukunft in gemeinsamer Verantwortung prägte die Veranstaltung. Diese Autorenlesung besonderer Art wird nachwirken und ist damit ein Beitrag zur Werteerziehung, einem wichtigen Ziel der Realschule Fürstenberg.

Copyright © Neue Westfälische 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Teilen

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group