Bad Wünnenberg Eigenes Kraftwerk im Keller

Mini-Blockheizkraftwerke liefern kostengünstig Strom und Wärme

(v.l.) Franz Hartong und Werner Kramps, zusammen mit Dirk Lange (kniend) von Eon Westfalen Weser Energie-Service.
(v.l.) Franz Hartong und Werner Kramps, zusammen mit Dirk Lange (kniend) von Eon Westfalen Weser Energie-Service.

Bad Wünnenberg (NW). Strom und Wärme selbst erzeugen und davon profitieren. Dass dies nicht mehr nur Großunternehmen möglich ist, zeigen nun zwei Betriebe in Bad Wünnenberg. Der Gasthof Hartong und Wäscherei und Mangeldienst Kramps haben sich dazu entschieden, jeweils in ein kleines blaues Kraftpaket zu investieren und sind mit Hilfe von Eon Westfalen Weser Energie-Service nun eigene Kraftwerksbetreiber.

Der alte Ölkessel musste ersetzt werden. Ein Pressebericht zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung kam Franz Hartong, Eigentümer des Gasthofes in Fürstenberg, ganz recht. Er nahm Kontakt zu Eon Westfalen Weser auf und schon war der erste Schritt getan.

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Die Investition in die Blockheizkraftwerk-Technik übernahm Eon und verpachtet die Anlage an Hartong. Eine Entscheidung, die sich rechnet. "Wir sparen an den Energiekosten und schonen dabei die Umwelt", betont Hartong, der den Gasthof in sechster Generation führt.

Auch Werner Kramps, Inhaber von Wäscherei und Mangeldienst Kramps, hat sich für ein solches Mini-BHKW entschieden und freut sich über die neue Technologie: "Die für unseren Betrieb notwendige Wärme bekommen wir jetzt im Paket mit selbst erzeugter elektrischer Energie. Das passt einfach super zu unserem Bedarf."

Das kleine blaue Kraftpaket erzeugt mit einem Gasmotor gleichzeitig Strom und Wärme – und das nicht wenig. "In sechs Monaten hat das Kraftwerk bereits so viel Strom erzeugt, dass fünf Haushalte ein Jahr lang damit versorgt werden könnten" erklärt Dirk Lange, Projektleiter von Eon Westfalen Weser Energie-Service.

Mit einer elektrischen Leistung von 15 Kilowatt erzeugt das BHKW pro Jahr rund 200.000 Kilowattstunden Wärme und 100.000 Kilowattstunden Strom. "Das übersteigt den Bedarf der Unternehmen, sodass die Überproduktion in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird, was lukrativ vergütet wird.", beschreibt Lange. "Die Anlagen können über 90 Prozent der eingesetzten Primärenergie in nutzbare Energie umwandeln und setzen einen Meilenstein in der Energieeffizienz. Außerdem ist der CO2 –Ausstoß je nach Vergleichsanlage um fast 30 Prozent geringer."

Eon kümmert sich um die Wartung und Instandhaltung der Anlage. Sie wird per Datenleitung fernüberwacht. Bisher lief die Technik einwandfrei und die Eigentümer zeigen sich zufrieden. "Jetzt haben wir unser eigenes Kraftwerk im Keller – einfach ideal", freuen sich die beiden Unternehmer.

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