Haben ein gemeinsames Konzept: (v. l.) Christian Lötfering vom Bauunternehmen Hermann Lötfering, Stefan Rebbert vom Baugeschäft Jürgen Rebbert, Hermann und Manuel Maas (beide Architekturbüro Maas) sowie Bürgermeister Christoph Rüther. Im Hintergrund ist das geplante Gebäude zu sehen. - © Svenja Ludwig
Haben ein gemeinsames Konzept: (v. l.) Christian Lötfering vom Bauunternehmen Hermann Lötfering, Stefan Rebbert vom Baugeschäft Jürgen Rebbert, Hermann und Manuel Maas (beide Architekturbüro Maas) sowie Bürgermeister Christoph Rüther. Im Hintergrund ist das geplante Gebäude zu sehen. | © Svenja Ludwig

Bad Wünnenberg Bad Wünnenberg bekommt ein Gesundheitshaus

Svenja Ludwig

Bad Wünnenberg. Das Schicksal des in die Jahre gekommenen Wünnenberger Kurmittelhauses ist besiegelt. Es wird einem modernen Gebäudekomplex Platz machen, der den Gesundheitsgedanken des Heilbades mit generationenübergreifendem Wohnen verbindet. "Die Kombination ist was besonderes", betonte Bürgermeister Christoph Rüther am Freitagmorgen bei der Konzeptvorstellung im Spanckenhof. Die Investorengruppe aus dem Paderborner Architekturbüro Maas, dem Haarener Bauunternehmen Lötfering und dem Baugeschäft Rebbert aus Rüthen plant ein winkelförmiges Gebäude. Ein Flügel wird sich ganz der Gesundheit widmen - "alle anderen Themen haben da keinen Platz", stellte Rüther klar. Im Untergeschoss des Gebäudes mit dem Arbeitstitel "Haus der Gesundheit" werden Kneipp-Einrichtungen zu finden sein. Der Rest der insgesamt 1.300 Quadratmeter Fläche wird Unternehmen aus der Gesundheitsbranche zur Verfügung stehen. Mit 1.200 Quadratmetern etwas kleiner steht dem Gesundheitshaus das Mehrgenerationenwohnquartier gegenüber. Dort wird eine ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaft eingerichtet. Durch dauerhaften Service bekämen die Bewohner der voraussichtlich zwölf Einzelzimmerappartements ein "höheres Versorgungs- und Sicherheitsangebot" als in einem Pflegeheim, so Stefan Rebbert vom Baugeschäft Jürgen Rebbert. Ein Mindestalter wird es nicht geben. Vielmehr ginge es bei der Mieterauswahl darum, "ob man sich in die Gemeinschaft einfügen möchte", so Wünnenbergs erster Bürger. Das Konzept Mehrgenerationenwohnen nimmt durch zehn bis 14 weitere Wohnungen Gestalt an. "Der Fokus wird wahrscheinlich auf Zwei-Zimmer-Appartements liegen", prognostizierte Rebbert. Die Mieter dieser Wohneinheiten können je nach Bedarf Dienstleistungen hinzubuchen, wie etwa einen Putz- oder Wäscheservice. Mietanfragen gebe es bereits für beide Objekte, so Rüther. Auf allen Ebenen bildet ein Foyer die Brücke zwischen den beiden Komplexen. Durch die raumhohe Verglasung formuliere es eine "einladende Geste", sagte Manuel Maas vom Architekturbüro Maas. Die "soziale Integration zwischen Kurhaus und Wohnbereich" solle mit Hilfe eines gastronomischen Betriebs im Eingangsbereich geschehen, ergänzte Stefan Rebbert. Der von den Gebäudeflügeln eingerahmte Innenhof, auf dem unter anderem Parkplätze sowie Sitzgelegenheiten entstehen werden, wird öffentlich zugänglich sein und biete "Aufenthaltsqualität für alle Bad Wünnenberger", versicherte Manuel Maas. Die einzelnen Wohneinheiten erhalten rückseitig zusätzlich einen privaten Außenbereich. Etwa fünf Millionen Euro soll der Komplex kosten. Mit den Bauarbeiten wird im kommenden Jahr begonnen. Die Fertigstellung ist für Anfang bis Mitte 2020 geplant. "Wir denken, dass es ein wunderschönes Objekt werden wird", lautete das Fazit von Maas. Bürgermeister Rüther nannte es aufgrund der Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, Aatalklinik und Naherholungsgebiet eine "Perle" und weiter einen "echten Mehrwert für die Menschen, die dort einziehen, und für ganz Bad Wünnenberg". Mit dem neuen Gebäude entstehe ein Haus, in dem "jeden Tag von morgens bis abends was los sein wird", prophezeite er.

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