Warm eingepackt: Natalia Hermet und Irina Hardes in Strandliegen beim Open-Air-Kino im Waldschwimmbad. - © Foto: Svenja Ludwig
Warm eingepackt: Natalia Hermet und Irina Hardes in Strandliegen beim Open-Air-Kino im Waldschwimmbad. | © Foto: Svenja Ludwig

Bad Wünnenberg Baywatch-Film lockt zu heutigen Bad Wünnenberger Wasserrettern

Was Besucher des Open-Air-Kinos an alter Fernsehserie und aktuellen Kinofilm gut oder weniger gut finden

Svenja Ludwig Bad Wünnenberg. In den 1990ern begannen Pamela Anderson und David Hasselhoff auch auf deutschen Bildschirmen, an der kalifornischen Küste Leben zu retten. Mit durchtrainierten Körpern und in knappen, roten Badeanzügen erreichten sie so Kultstatus. „Baywatch“, die erfolgreichste amerikanische TV-Serie des vergangenen Jahrhunderts, läuft momentan als Neuverfilmung in den Kinos. Und welchen passenderen Film hätten die Veranstalter, das Kino Pollux by Cineplex Paderborn sowie die Stadt Bad Wünnenberg, für das erste Open-Air-Kino im Waldfreibad im Aatal finden können? „Thematisch passt der Film natürlich super ins Freibad“, findet Besucherin Tamara Eck. Mit einer Freundin hat sie sich spontan entschieden, an der Abendkasse Karten zu kaufen. „Wir wollten sicher sein, dass der Regen auch wirklich aufhört“, berichtet sie. In Decken und Jacken eingepackt verfolgen sie den Film – „Und das im August!“, so Eck. Auch Irina Hardes und Natalia Hermet haben es sich bequem gemacht. Sie haben Liegestühle in der ersten Reihe ergattert und wärmen sich auch von innen mit heißer Currywurst und Pommes statt mit typischen Kinosnacks wie Eiskrem. So sei es „sehr gemütlich und sehr chillig“, sagt Hardes. Und auch der Rettungsschwimmerstreifen auf der Leinwand heizt ordentlich ein. In Sachen Erotik steht er der Serie in nichts nach. „Aber deswegen schaut man den Film ja“, gesteht die Wünnebergerin Hermet lachend. Auch die Veranstalter haben sich auf das Wetter vorbereitet: Statt Handtüchern und Sonnenbrillen verteilen die Mitarbeiter am Eingang Regenponchos an die Gäste. Im Vorverkauf sind 180 Karten über die Ladentheke gegangen, weitere 50 Besucher haben an der Abendkasse bezahlt. Bei Sommerwetter würden es sicherlich an die 700 sein, da ist sich Andreas Rosin sicher. Denn „das Wetter ist das A und O“, meint er. Als Jahreskartenbesitzer für das Freibad hat er gewusst, was ihn erwartet: „Die Location ist hundertprozentig“, lobt er. An die Serie „Baywatch“ hat er allerdings nur dünne Erinnerungen: „Ein Kollege hatte ein Riesenposter von Pamela Anderson.“ Die alten Leinwandhelden würde Daniel Werthmann lieber gesehen haben. „David Hasselhoff ist ein Teil meiner Kindheit. Ich bin mit seinen Serien aufgewachsen, im Kaugummi waren Sticker von ihm, alle wollten so sein wie er.“ Die neue Besetzung findet er so ein wenig enttäuschend. Aber wegen des Films sei er sowieso nicht da, sondern wegen des Events. Gebannt auf die 14 mal 7 Meter große Leinwand schaut hingegen Michelle Lübbert. Die Paderbornerin ist ein großer Fan eines der Hauptdarsteller. „Von Zac Efron würde ich mich auch gerne aus dem Meer retten lassen“, gesteht sie. Und für Konstantin Wegener ist klar: „Wenn es hier so heiße Bademeisterinnen geben würde, würde ich viel häufiger schwimmen.“ Gibt es die etwa nicht? Nein, das weiß die Wünnenbergerin Simone Schäfer: „Rote Uniformen haben wir hier nicht.“

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