Vor einer vollautomatischen Kartonfaltmaschine: (v. l.) Ferdinand Wächter, Irina Wächter, Stefan Garfs, Stefan Wächter, Bürgermeister Christoph Rüther und die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. - © Johannes Büttner
Vor einer vollautomatischen Kartonfaltmaschine: (v. l.) Ferdinand Wächter, Irina Wächter, Stefan Garfs, Stefan Wächter, Bürgermeister Christoph Rüther und die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl. | © Johannes Büttner

Bad Wünnenberg Glasfaser für Bad Wünnenberger Gewerbegebiete

Regierungspräsidentin im Haarener Industriegebiet: Standorte an Autobahnen sollen gestärkt werden. Unternehmen Wächter investiert zwei Millionen Euro in Verwaltung

Johannes Büttner

Bad Wünnenberg. Das dürfte die Unternehmen in dem Bad Wünnenberger Gewerbegebiete ganz besonders freuen: Alle fünf Gewerbegebiete im Stadtgebiet werden zur Optimierung der digitalen Datenverarbeitung schon bald mit Glasfaserkabeln ausgerüstet. Dieses teilte Bürgermeister Christoph Rüther beim Besuch von Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl im Unternehmen Wächter in Haaren mit. "Die Vertragsunterzeichung ist ganz frisch", so Rüther, der mit der Fertigstellung bis zur Mitte des kommenden Jahres 2018 rechnet. Die Kosten belaufen sich auf rund 680.000 Euro, von denen 80 Prozent als Landeszuschuss fließen. Mit den Glasfasern, die bis an die Gebäude verlegt werden, sollen Leistungsstärken von 100 Megabitt im Upload wie Download erreicht werden. Freude bereitete diese Mitteilung auch Stefan und Ferdinand Wächter. Die beiden Geschäftsführer des Maschinenbauunternehmens Wächter Packautomatik, das seit mehr als 40 Jahren im Industriegebiet Haaren ansässig ist, hatte die Regierungspräsidentin und den Bürgermeister zu einer Vorstellung der Geschäftsfelder eingeladen. 185 Mitarbeiter, darunter 28 Auszubildende, sorgten für einen Jahresumsatz von 30 Millionen Euro mit der Produktion von Sondermaschinen. "Zu unseren Stärken gehört die langjährige Erfahrung, die Fähigkeit kundenauftragsbezogen fertigen zu können, guter Service und die Nutzung von neusten Technologien", so Stefan Wächter. Zwei Millionen Euro hat die Firma gerade in ein neues Verwaltungsgebäude investiert, um die internen Abläufe zu verbessern. Aber es gibt auch Sorgenfalten bei der Unternehmensleitung. Die politischen Unsicherheiten in der USA, wo Wächter fast 25 Prozent seines Umsatzes macht, in der Türkei, in Russland und in China bieten Anlass zur Vorsicht. Thomann-Stahl bestärkte die Bad Wünnenberger in der Weiterentwicklung der Gewerbegebiete. Die Kommunen sollen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Bedarfsentwicklungen erarbeiten und die Ergebnisse der Bezirksregierung zur weiteren Prüfung vorlegen. "Ziel ist es", so Thomann-Stahl, "strukturell gut gelegene Gewerbegebiete, wie etwa die an Autobahnauffahren zu stärken." Als Ausgleich sollen Kommunen, die diese Möglichkeiten nicht haben, in anderen Bereichen, wie etwa in Form von Naherholungsgebieten gefördert werden. Auch sollten vorhandene Ressourcen in bestehenden Gewerbeflächen, wie etwa Parkflächen, besser ausgenutzt worden.

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