Verkauft: Das Kirchhaus in Fürstenberg: Im Sommer 2018 übernehmen es die neuen Eigentümer. - © Marc Köppelmann
Verkauft: Das Kirchhaus in Fürstenberg: Im Sommer 2018 übernehmen es die neuen Eigentümer. | © Marc Köppelmann

Bad Wünnenberg-Fürstenberg Fürstenberger Kirchhaus hat neuen Besitzer

Erlös fließt in die Renovierung der Evangelischen Immanuelkirche. Die Pfarrfamilie Reihs-Vetter zieht nach Bad Wünnenberg um

Bad Wünnenberg-Fürstenberg. Das Kirchhaus der Evangelischen Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg in Fürstenberg ist verkauft. Die neuen Eigentümer werden das denkmalgeschützte Gebäude im Sommer 2018 übernehmen. Dann ziehen die Pfarrfamilie Reihs-Vetter nach Bad Wünnenberg und das Gemeindebüro nach Büren um. Die Käufer, die in der digitalen Druckvorstufe tätig sind, möchten das Gebäude privat und gewerblich nutzen. Pfarrer Claus-Jürgen Reihs freut sich, dass das Gebäude in gute Hände kommt: "Die Käufer haben Erfahrung mit dem Wohnen in einem denkmalgeschützten Gebäude." Außerdem planten sie gemeinsam mit den Bewohnern des Ortes zu überlegen, in welcher Form der ehemalige Kirchenraum gemeinnützig geöffnet werden könne, berichtet Pfarrer Reihs. Er und das Presbyterium der Kirchengemeinde seien auch froh darüber, dass der gewünschte Verkaufspreis erzielt werden konnte. Der Erlös fließt in die Renovierung der Immanuelkirche in Bad Wünnenberg. "Wir sind einen wichtigen Schritt vorangekommen", erklärt Pfarrer Reihs. Der Verkauf und die Renovierung sind kirchenaufsichtlich genehmigt, und sobald die Baugenehmigung vorliegt, kann mit den Arbeiten begonnen werden. "Wir stellen uns als Kirchengemeinde neu auf und konzentrieren uns auf die drei Standorte Bad Wünnenberg, Büren und Wewelsburg. Die Ausgaben für die Immanuelkirche Bad Wünnenberg sind eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Pfarrbezirks und tragen dazu bei, das Gemeindeleben in den kommenden Jahren zu sichern", sagt Jürgen Engelmann, Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg. Die Immanuelkirche und das angrenzende Gemeindehaus werden renoviert und erweitert: unter anderem wird der Eingang zur Kirche in das Gemeindehaus verlegt, ein Multifunktionsraum eingerichtet, die Küche saniert, die Sanitäranlagen behindertengerecht gestaltet und eine energetische Sanierung vorgenommen. Die Kosten sind auf rund 630.000 Euro veranschlagt. Finanziert werden sie durch den Verkaufserlös der Kirchhauses Fürstenberg, einen Haushaltsvorgriff auf zehn Jahre, einen Zuschuss der Finanzgemeinschaft des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn sowie durch Eigenleistungen. Außerdem entsteht auf dem Kirchengrundstück ein Pfarrhaus als Dienstwohnung für die Pfarrstelle im Pfarrbezirk III. Die Kosten belaufen sich auf rund 390.000 Euro. Die Planungen dafür und das spätere monatliche Nutzungsentgelt folgen den Regelungen der Dienstwohnungsverordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen. Die Kosten für die Errichtung des Pfarrhauses werden finanziert aus dem Verkaufserlös der vor Jahren verkauften gemeindeeigenen Grundstücke und Gebäude und einem Zuschuss der Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises. Die Kirchengemeinde konzentriert sich im Pfarrbezirk III auf den Standort Bad Wünnenberg. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war unter anderem, dass Kirche und Gemeinderäume in Bad Wünnenberg barrierefrei zu erreichen sind und der funktionale Gottesdienstraum unterschiedlichste Gottesdienstformen ermöglicht. Durch die Renovierung wird der Standort gestärkt. Das Fürstenberger Kirchhaus wurde am 31. Dezember 2015 als Gottesdienststätte entwidmet. Diesem Schritt waren viele Beratungen und auch kontroverse Diskussionen vorausgegangen. Hintergrund für die Entscheidung des Presbyteriums sind die wegen des demografischen Wandels zurückgehenden Gemeindegliederzahlen und der damit verbundene Rückgang bei den finanziellen Mitteln der Gemeinde.

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