Ein Minipräsent: Ein solches Geburtstagsgeschenk hat man als Feuerwehrchef besonders gerne: Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther (r.) überraschte Löschzugführer Jörg Stratmann (l.) mit einem Modell des künftigen Fahrzeugs. - © Johannes Büttner
Ein Minipräsent: Ein solches Geburtstagsgeschenk hat man als Feuerwehrchef besonders gerne: Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther (r.) überraschte Löschzugführer Jörg Stratmann (l.) mit einem Modell des künftigen Fahrzeugs. | © Johannes Büttner

Bad Wünnenberg Doppelter Geburtstag beim Löschzug Haaren und der Jugendfeuerwehr

Bad Wünnenberg-Haaren. Ein Feuerwehrauto zum Jubiläum: Ein solches Geburtstagsgeschenk hat man als Feuerwehrchef besonders gerne: Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther überraschte die Mitglieder der Feuerwehr Haaren bei deren Jubiläumsfeier anlässlich des 90-jährige Bestehens der Wehr und des 40-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr, mit einem Feuerwehrauto als Geschenk. Zwar brachte der Bürgermeister zunächst nur ein Modellauto mit, aber, so Rüther, in neun Monaten wird daraus ein richtig großes Feuerwehrauto. Mit einem Festgottesdienst hatten die Jubiläumsfeierlichkeiten ihren Anfang genommen. Anschließend ging es im Festzug zum Feuerwehrgerätehaus. Haarens Feuerwehrchef Jörg Stratmann schilderte in seinen Grußworten die Entwicklung der Wehr, berichtet von ihren Einsätzen und erinnerte an herausragende Ereignisse der Feuerwehr, die am 1.März 1927 als Freiwillige Feuerwehr Haaren gegründet wurde und seit 1975 als Freiwillige Feuerwehr Wünnenberg Löschzug Haaren bezeichnet wird. Bildeten in den Anfangsjahren besonders die Brandbekämpfungen die Schwerpunkte der Einsätze, änderte sich dieses als ab 1972 die Autobahn A 44 und ab 1983 auch die A 33 abschnittsweise hinzukam. Heute betreut die Wehr 35 Kilometer Autobahn. Das heißt: Brandbekämpfung, Verkehrsunfälle und Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern. „Wir sind heute bei einer Einsatzzahl von 100 pro Jahre, sagte Jörg Stratmann. Hinzu kommen noch die Dienstabende, Schulungen und Lehrgänge. Um den kommenden Aufgaben gut aufgestellt gegenüber zu stehen, wurde am 1. November 1977 die Jugendfeuerwehr gegründet. 18 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren gehören ihr derzeit an. Insgesamt kamen bisher 43 Kameraden aus dieser Talentschmiede zur Wehr. Seit 1976 hat die Feuerwehr ihr Domizil am Kirchweg. 2012 erfolgte in Eigenleistung eine Platzerweiterung und 2014 wurde am Gerätehaus ein Anbau errichtet. Der Fahrzeugbestand besteht derzeit aus drei Großfahrzeugen für die Brandbekämpfung und einem Einsatzleitwagen. Seit 1995 können auch Frauen der aktiven Wehr beitreten. Unterstützt wird die Wehr durch die Mitglieder des Fördervereins. In ihren Grußworten sprachen Bürgermeister Christoph Rüther, Kreisbrandmeister Elmar Keuter, Stadtbrandmeister Martin Liebing und Ortsvorsteher Norbert Münster der Wehr ein ganz großes Dankeschön aus und hoben die große Einsatzbereitschaft der Wehrmitglieder besonders lobend hervor. Begleitet wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten durch eine zeitgeschichtliche Dokumentation und Vorführungen von Rettungs- und Bergungseinsätzen.

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