Bad Wünnenberg Sozialarbeit: Internationale Klasse noch in der Grauzone

Einzelfallhilfe erfordert hohen Zeitaufwand. Problem Cybermobbing

Karl Finke

Bad Wünnenberg. Die Schulsozialarbeiterin Vanessa Uhle und ihr neuer Kollege Stefan Fischer-Stork (seit September) haben im Schulausschuss der Stadt Bad Wünnenberg über ihre Arbeit berichtet. Uhle arbeitet an den Grundschulen und auch im Schulzentrum in Fürstenberg. Dort leitet sie das Schülerparlament. Die Sozialarbeiterin unterstützt auch Eltern der Schülerinnen und Schüler bei Anträgen auf Wohngeld. Die Flüchtlingsarbeit soll das Aufgabenfeld der neuen Kollegin Sandra Hesse (die NW berichtete) sein. "Die internationale Klasse ist noch eine Grauzone", sagte Reinhild Harst, Leiterin der Grundschule Haaren/Helmern: "Das Profil muss noch geschärft werden. Wichtig für die Schulen wäre eine verlässliche Ansprechpartnerin. Als seine Aufgabenfelder nannte Fischer-Stork vier Bereiche: Einzelfallhilfe, Prävention, Ganztag und Netzwerkarbeit im Sozialraum. In den ersten Monaten hätte die Einzelberatung einen großen Zeitaufwand erfordert. "Das scheint wichtig für die Schüler und Lehrer", sagte er und nannte mehr als zehn Gespräche mit Einzelnen. Zur Internationalen Klasse im Schulzentrum sagte Fischer-Stork: "Ich freue mich, dass es so gut läuft", und er nannte "keinen großen Handlungsbedarf". In der Präventionsarbeit will er eine neue Streitschlichter-Ausbildung beginnen. Ein zunehmendes Problem wird aus Sicht des Sozialarbeiters das so genannte Cybermobbing - ein Bloßstellen und Beleidigen zwischen Kindern und Jugendlichen in den sozialen Medien. Grundschulleiterin Harst teilte mit, dass selbst unter Grundschul-Kindern auf Smartphones schon What?s-App-Gruppen eingerichtet würden, die bis in den Unterricht hinein reichen würden. Die Inhalte könnte die Schule "gar nicht bis zum Ende kontrollieren." "Was dort geschrieben wird", so Sozialarbeiterin Uhle, "wirkt sich auf das Wohlbefinden der Kinder aus."

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