Politischer Frühschoppen: (v. l.) Kerstin Blumenau, Wilfried Hillebrand, Sigrid Beer, Christoph Rüther, Bernhard Lücke und Reimund Günter. - © Maurice Fröhleke
Politischer Frühschoppen: (v. l.) Kerstin Blumenau, Wilfried Hillebrand, Sigrid Beer, Christoph Rüther, Bernhard Lücke und Reimund Günter. | © Maurice Fröhleke

Bad Wünnenberg Bürgermeister Rüther gibt Ausblick auf das Jahr 2017

Bürgerforum im Festzelt: Sigrid Beer spricht zu aktuellen Themen auf Bundes- und Landesebene und stellt sich den Fragen der Bürger

Maurice Fröhleke

Bad Wünnenberg-Fürstenberg. Zum 265. Mal bereits fand am Wochenende die Fürstenberger Herbstkirmes statt. Traditionell bedeutet dies, dass sich die lokalen Politiker und Bewohner zum Bürgerforum im Festzelt treffen. Für den neu gewählten Bürgermeister Christoph Rüther war es das erste Bürgerforum als Amtsinhaber. Unterstützt wurde er von Ortsvorsteher Reimund Günther und dem Gewerbe- und Verkehrsverein Fürstenberg in Person von Wilfried Hillebrand, Bernhard Lücke und Kerstin Blumenau. Sigrid Beer von Bündnis 90/Die Grünen war eingeladen, den Abend zu eröffnen und ihre Meinung zu den aktuellen Themen auf Bundes- und Landesebene kund zu tun. Durchaus unkonventionell in der CDU Hochburg Fürstenberg, wie mehrere Bürger bemerkten. Beer machte sich deutlich für ein gemeinsames Europa stark und äußerte sich speziell positiv über die neu errichtete Sekundarschule in Fürstenberg. Zum Ende ihrer Rede stellte sich die Abgeordnete den Fragen der Bürger, zeigte Humor und lud den Fürstenberger Karnevalsverein für das kommende Jahr ins Rheinland ein, um "gemeinsam zu schunkeln". Bürgermeister Christoph Rüther blickte unter anderem auf die Renovierung des Freibades zurück. Für 1,9 Millionen Euro war dieses saniert worden, von denen 900.000 Euro durch eine Förderung des Landes bezahlt wurde. Er berichtete für das erste Halbjahr 2016 von einem Anstieg von 10.000 Besuchern gegenüber 2015 und nannte das Projekt auch im Hinblick die Eigenversorgung mit Strom "gut durchdacht und gut gebaut". Des weiteren wurde die Zertifizierung des Kurortes Bad Wünnenberg für zehn Jahre verlängert, in dem im ersten Halbjahr immerhin 65.000 Übernachtungen zu verzeichnen waren, berichtete Rüther weiter. Ein weiteres Projekt des neuen Bürgermeisters war die Neubesetzung beziehungsweise Neuschaffung von Positionen im Stadtrat. So sind nun zum Beispiel das Sekretariat und Standesamt getrennt und für drei Jahre wurde für die Schule ein Sozialarbeiter eingestellt, der vom Land "gesponsert" wird. Auch den zum ersten Mal veranstalteten Tag der offenen Tür beschrieb Rüther als Erfolg. So sei angepeilt, diesen Tag alle drei Jahre zu wiederholen, um den Bürgern die lokalen Firmen vorzustellen. Den Ausblick auf den Rest des Jahres und auf 2017 startete Rüther mit Einblicken in den Ausbau der B 480 und versprach die Fertigstellung bis 2020. Des weiteren stellte er mehrere Projekte vor, so sollen alle Bushaltestellen barrierefrei werden, was das Land zu 90 Prozent fördert. Das Schulzentrum soll einen neuen Fachraum erhalten und auch der Kindergarten Lummerland erweitert werden soll. Besonders stark machte sich Rüther für den Breitbandausbau, speziell mit Glasfaser, für den bereits ein Antrag beim Land NRW eingegangen sei. Ortsvorsteher Reimund Günter informierte die Bürger in seiner Rede darüber, das momentan über 71 Flüchtlinge in Fürstenberg leben und laut Günter "liebevoll aufgenommen wurden". Zum Ende seiner Rede appellierte Günter an die Gemeinde sich stark zu machen für eine Teilnahme am Dorfwettbewerb 2017.

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