Dringender Handlungsbedarf: Das Gebäude der Stadtverwaltung in der Poststraße in Fürstenberg ist nicht mehr zeitgemäß. Es ist noch nicht entschieden, ob neu gebaut wird oder ein Anbau am alten Standort ausreicht. - © Jens Reddeker
Dringender Handlungsbedarf: Das Gebäude der Stadtverwaltung in der Poststraße in Fürstenberg ist nicht mehr zeitgemäß. Es ist noch nicht entschieden, ob neu gebaut wird oder ein Anbau am alten Standort ausreicht. | © Jens Reddeker

Bad Wünnenberg Wirtschaft in Bad Wünnenberg stimmt optimistisch

Fraktionen stimmen geschlossen für Etat 2018. SPD hält an Verwaltungsstandort in Fürstenberg fest. FDP fordert Konzept für Einkaufszentrum

Andreas Götte

Bad Wünnenberg. Obwohl der Haushaltsentwurf für dieses Jahr einen Fehlbetrag von 742.418 Euro aufweist, haben CDU, SPD und FDP geschlossen für das vorgelegte Zahlenwerk gestimmt. Hoffnungsfroh stimmt die Christdemokraten vor allem die gute Wirtschaftslage. "Wir gehen davon aus, dass der Fehlbetrag wie in den vergangenen Jahren erheblich reduziert beziehungsweise das Jahresergebnis wieder positiv wird", so Fraktionsvorsitzende Claudia Sondermann. Für die SPD ist der Fehlbetrag keine Überraschung. Die Fraktion setzt jedoch ebenfalls auf die Wirtschaftswachstumsprognose. Fraktionsvorsitzender Peter Stachowiak kritisierte die um rund 860.000 Euro auf über 10,5 Millionen Euro steigende Kreisumlage für Bad Wünnenberg. Im Jahr 2008 habe die Umlage nur rund sechs Millionen Euro betragen. "Wir sollten vor Ort das Finanzgebaren des Kreises beobachten", so Stachowiak. Udo Fölling, Fraktionschef der Liberalen, freute sich, dass die rund 1,5 Millionen Euro umfassende Ausgleichsrücklage unangetastet bleibt, "da wiederum aus dem Vorjahr ein besseres Ergebnis als geplant zu erwarten ist." Ein beherrschendes Thema bei den Haushaltsreden war der dringende Handlungsbedarf am Verwaltungsgebäude in Fürstenberg. Die Christdemokraten erwarten für die Planung und Umsetzung eines neuen Verwaltungsgebäudes in den nächsten Wochen eine detaillierte Aufstellung der gesamten Kosten für einen Neubau und einen Anbau mit der Renovierung des alten Gebäudes. Die Standortfrage bei einem eventuellen Neubau halten sich die Christdemokraten offen. Die SPD hat sich bereits festgelegt. Sie möchte den Verwaltungsstandort in Fürstenberg erhalten und fordert einen Anbau an das jetzt bestehende Rathaus. "Eine Diskussion über einen anderen Standort als in Fürstenberg halten wir für völlig überflüssig", betonte Peter Stachowiak. Für die FDP ist eine Entscheidung über den Ausbau des Rathauses überfällig, "um den Mitarbeitern ausreichend Platz zu bieten und für die Bürger endlich auch behindertengerechte Zugänge zu schaffen", betonte Udo Fölling. Die FDP warte auf einen baldigen akzeptablen Vorschlag. Während alle Fraktionen die Stadt Bad Wünnenberg in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Familie unter dem Strich gut aufgestellt sehen, sieht die FDP neben der Bildung und Verwaltung vor allem in der Versorgung Handlungsbedarf. Udo Fölling forderte für die Bad Wünnenberger Kernstadt "endlich ein schlüssiges Konzept für ein attraktives Einkaufszentrum", so Fölling. Dieses sei für Kernstadt auch mit Blick auf den Verkehrsfluss über die neue Brücke von großer Bedeutung. Fölling kritisierte auch den Mangel an Wohnraum und Grundstücken in Fürstenberg. Zudem müsse für die Feuerwehr in der Bad Wünnenberger Kernstadt mittelfristig eine Lösung für die Raumproblematik gefunden werden. Die Christdemokraten und die SPD unterstützen die Errichtung eines Kunstrasenplatzes. Die CDU sieht dessen Realisierung in 2019. Um den Baubedarf in den Ortsteilen zu befriedigen, möchte die CDU auch verstärkt freie Flächen in den Ortskernen bebauen. Hier seien die Eigentürmer gefragt. Die SPD unterstützt die Erhöhung der Sportpauschale auf 30.000 Euro, da gleichzeitig die Pauschale des Landes auf 60.000 Euro erhöht wurde.

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