Weibliches Element im Scheinwerferlicht: Scunks-Gastsängerin Vivien macht von sich hören. Links der aus Warburg stammende Bassist Alexander Gruttmann. - © Dietmar Gröbing
Weibliches Element im Scheinwerferlicht: Scunks-Gastsängerin Vivien macht von sich hören. Links der aus Warburg stammende Bassist Alexander Gruttmann. | © Dietmar Gröbing

Bad Wünnenberg Punkrock-Winterparty lockt nach Bad Wünnenberg

Der Motorradclub Sintfeldreiter bittet zum Neujahrsempfang

Dietmar Gröbing

Bad Wünnenberg. Der Winter ist nicht unbedingt die beste Jahreszeit zum Feiern. Wer dennoch Party machen will, geht in die regen-, wind- und kältegeschützte Halle. Wie die Mitglieder des Motorradclubs (MC) Sintfeldreiter. Der Zusammenschluss bat am Samstag zu seiner traditionellen Winterparty. Ort des Geschehens war die Bad Wünnenberger Schützenhalle, wo sich am Wochenende mehrere hundert Biker und Heavy-Metal-Fans trafen. Einerseits, um über ihre mobilen Hobbys zu fachsimpeln. Andererseits, um ausgiebig ihrer Lieblingsmusik zu lauschen. Intoniert wurde sie von den beiden Gruppierungen "Scunks" und "Fallacy". Beide Zusammenschlüsse gehören dem Genre "Hart, aber herzlich" an, sprich, die Phonzahl glich fast durchgängig der eines startenden Flugzeugs. Demzufolge war es laut. Ziemlich laut. Zum Glück, denn genau das hatten die Veranstalter im Sinn, als sie das Booking für die alternative Neujahrssause tätigten. "Im Sommer sind wir oft mit unseren Motorrädern unterwegs, daher bietet sich der Winter für eine Festivität an", sagt Klaus Kramps, der dem Bikerclub seit mehr als 30 Jahren angehört. Gegründet wurde der Zusammenschluss im Jahr 1981, als zahlreiche Motorradfans ihr Hobby in einen offiziellen Club überführten. Das bei den Winterpartys anwesende Publikum ist dem einer Ü30-Party durchaus ähnlich. Es befindet sich im fortgeschrittenen Alter. Allerdings tragen die meisten Teilnehmer schwarze (Biker-)Kleidung und sind dadurch den Anhängern des Hard-und-Heavy-Genres äußerlich verbunden. Innerlich übrigens auch, denn "Rock ist unsere bevorzugte Musikrichtung", wie Klaus Kramps bestätigt. Davon gab es am Samstagabend reichlich auf die Ohren. Zunächst von der aus Warburg stammenden Band "Scunks". Vier Herren und eine Gastsängerin griffen zu Mikrofon, Gitarren und Schlagzeug, um ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen. Das klappte vorbildlich, denn der deutschsprachige Output der selbst ernannten "Schrottproduzenten" war schwerlich zu überhören. Was in ähnlichem Maße für die Lieder von "Fallacy" galt. Das bayrische Quintett kam seinem Auftrag nach und coverte unter anderem Titel der Genrevertreter AC/DC, Metallica und Iron Maiden. Entgegen des Bandnamens handelte es sich keineswegs um einen "Irrtum", als die Combo eine Oldieshow voller wahrhaftiger Momente auf die Bühne zauberte.

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