Daumen hoch: Die Freude ist (v. r.) Johannes Schäfer und Hubertus Nolte deutlich anzusehen. Die Anträge für den Bau von sieben WKAs im Bad Wünnenberger Oberfeld wurden vom Antragsteller zurückgezogen. - © Johannes Büttner
Daumen hoch: Die Freude ist (v. r.) Johannes Schäfer und Hubertus Nolte deutlich anzusehen. Die Anträge für den Bau von sieben WKAs im Bad Wünnenberger Oberfeld wurden vom Antragsteller zurückgezogen. | © Johannes Büttner

Bad Wünnenberg Keine Windkraftanlagen im Oberfeld bei Bad Wünnenberg

Bürgerinitiative freut sich: Investorengruppe zieht Genehmigungsanträge zurück

Johannes Büttner

Bad Wünnenberg. Über das vorweihnachtliche Geschenk freut man sich in Bad Wünnenberg: Die sieben Windkraftanlagen (WKA) im Oberfeld werden nicht gebaut. Die „erfreulichste Nachricht seit Jahren" erreichte den Sprecher der Bürgerinitiative „Bad Wünnenberger Windvernunft" Johannes Schäfer ganz aktuell. „Die zwei Genehmigungsanträge über insgesamt sieben Windenergieanlagen im Oberfeld in Bad Wünnenberg (hinter der Oberstadt in Richtung Alme) sind von Werner Ebbers, dem Sprecher der Investorengruppe, zurückgezogen worden", sagte Johannes Schäfer. Die sei ihm auch von Martin Hübner, zuständiger Dezernent beim Kreis Paderborn, bestätigt worden. Den Bau der sieben WKAs mit einer Nabenhöhe von 147 Metern hatte die Investorengruppe Windpark Bad Wünnenberg Süd 2012 auf den Weg gebracht. Den Grund für die jetzige Baurücknahme sieht Johannes Schäfer in dem mangelnden Aussicht auf Erfolg. „Das Risiko der Ablehnung und die damit noch zu erwartenden Kosten werden der Investorengruppe zu hoch geworden sein", lautet seine Mutmaßung. Hinzu käme die immer weiter bröckelnde verbindliche Einspeisevergütung. „Zukünftig bei unter 4 Cent pro KW/h ist der ,Goldrausch’ nicht mehr lukrativ genug", so Schäfer. Kampf der Bürgerinitiative Der über Jahre geführte Kampf der Bürgerinitiative habe sicherlich dazu beigetragen, dass gerade das Oberfeld weiterhin als zukünftige Freifläche seinen Bestand hat und somit eine eventuelle weitere Bad Wünnenberger Bebauungsplanung ermöglicht. Zur Freude der Bürgerinitiative gab es von Bürgermeister Christoph Rüther inzwischen eine weitere neue Information: Er teilte mit, dass auch am Hirschweg im östlichen Sintfeld zwei weitere Anträge zum Bau von Windkraftanlagen zurück gezogen wurden. Hier lagen Anträge für sieben Anlagen vor. Nun sind es nur noch fünf. „Wir von der Bürgerinitiative möchten erreichen, dass auch die letzten Windräder außerhalb der Konzentrationszone zurückgezogen werden. Auch die Klage gegen den Flächennutzungsplan sollte von den Windbaronen fallen gelassen werden, denn es gibt kaum noch Gründe zur Klage", sagte Schäfer.

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