Bad Lippspringe Konzept der Gesamtschule wird vorgestellt

Förderverein trommelt für den Erhalt der Realschule

Bad Lippspringe. Das pädagogische Konzept zur künftigen Gesamtschule wird am Donnerstag im Schulausschuss vorgestellt. Geplant sind zwei Informationsabende für Eltern: am 19.November, 20 Uhr, im Bürgerhaus in Schlangen sowie am 4. Dezember, 20 Uhr, in der Bad Lippspringer Schulmensa.

Die vier- bis fünfzügige Gesamtschule soll zum Schuljahr 2013/2014 mit der Eingangsklasse 5 an den Start gehen. Entsprechende Pläne der Stadt Bad Lippspringe und der Nachbargemeinde Schlangen hat die zuständige Bezirksregierung Detmold Ende Oktober offiziell genehmigt (die NW berichteten).

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In der Schulausschusssitzung (18 Uhr im Rathaus) soll das von einer 16-köpfigen Arbeitsgruppe entwickelte Konzept vorgestellt werden. Die Vorgaben sind eindeutig: Laut NRW-Schulgesetz muss eine Gesamtschule pro Jahrgang mindestens vier Klassen mit jeweils 25 Schülern umfassen. Bad Lippspringe geht davon aus, dass dieses Ziel erreicht wird. Bei einer Elternbefragung Anfang Mai hatten 312 Grundschuleltern signalisiert, dass sie ihr Kind an einer Gesamtschule anmelden würden.

In der Sekundarstufe I (Klassen 5–10) sind die Klassen eines Jahrgangs räumlich und organisatorisch zu einem so genannten Jahrgangsteam zusammengefasst. Jede Klasse wird von zwei Klassenlehrern betreut. Die Schüler arbeiten während des Unterrichts zumeist in Tischgruppen, gemischt unter anderem nach Geschlecht und Leistungsfähigkeit. "Die Gesamtschule will eine Schule für alle sein und setzt bewusst auf längeres gemeinsames Lernen", macht Fachbereichsleiterin Gabriele Lange deutlich.

Die Gesamtschule ist als Ganztagsschule konzipiert. Über den Fachunterricht hinaus sind neben speziellen Forder- und Förderstunden auch so genannte Arbeitsstunden vorgesehen, in denen die Schüler selbstständig, aber auch unter Anleitung, üben können. Der Umfang der Hausaufgaben kann daher stark reduziert werden. Festverankert im Tagesplan sind darüber hinaus Freizeiten und Arbeitsgemeinschaften, in die die örtlichen Vereine einbezogen werden sollen.

Indes kämpft eine Elterninitiative für den Erhalt der Realschule. 250 Flyer wurden an die Eltern der Viertklässler verteilt. Darin wehrt sich die Initiative, dass die Realschule in jedem Fall durch die Gesamtschule abgelöst werde. Die mindestens 100 Anmeldungen müssten erst erreicht werden, damit die neue Schule zustande komme, so die Initiatoren.

In dem Flyer macht der Förderverein auf die Vorzüge der Realschule aufmerksam. Wer sich davon persönlich überzeugen will, ist zum Tag der offenen Tür am Freitag, 30. November, von 16–18.30 Uhr in die Realschule eingeladen.

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