Beten gemeinsam: Der katholische Pastor Georg Kersting (v.l.), die evangelische Pfarrerin Antje Lütkemeier, Sandra Rennebohm von der Neuapostolischen Kirche, Janet Gölger von der Syrisch-Orthodoxen Kirche und Annette Muhr-Nelson, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen NRW. - © Franz Purucker
Beten gemeinsam: Der katholische Pastor Georg Kersting (v.l.), die evangelische Pfarrerin Antje Lütkemeier, Sandra Rennebohm von der Neuapostolischen Kirche, Janet Gölger von der Syrisch-Orthodoxen Kirche und Annette Muhr-Nelson, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen NRW. | © Franz Purucker

Bad Lippspringe Christliche Kirchen zeigen sich auf Landesgartenschau als Einheit

Vertreter der Katholischen, Evangelischen, Syrisch-Orthodoxen und Neuapostolischen Kirche feiern Schöpfungstag

Franz Purucker

Bad Lippspringe. „Die Schöpfung ist etwas, was uns alle vereint", sagte Pastor Burkhard Neumann zum Schöpfungstag, der am Samstag auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe stattfand. Vor Ort waren Vertreter der Katholischen, Evangelischen, Syrisch-Orthodoxen und der Neuapostolischen Kirche. „Dies ist eine gute Basis, sich ökumenisch zu verständigen", ergänzte die evangelische Pfarrerin Antje Lütkemeier. Bei anderen Themen, etwa dem Amtsverständnis oder der Papstlehre, unterscheiden sich die vier Glaubensrichtungen zum Teil deutlich. „Den Leuten ist es wichtig, dass die Kirchen gut miteinander klar kommen", berichtet Antje Lütkemeier von ihrer Arbeit in Bad Lippspringe. Anliegen aller Vertreter ist es, den Schöpfungstag ähnlich wie den Gebetstag der Frauen, der am 2. März begangen wird, fest im Kreis Paderborn und darüber hinaus in den Gemeinden zu etablieren. Veranstalter des Schöpfungstages war die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) NRW, deren Vorsitzende Annette Muhr-Nelson den Abschlussgottesdienst am Nachmittag übernahm. Die Menschen müssten mehr auf die Schöpfung aufpassen, so die Pfarrerin. Gott habe den Menschen die Aufgabe gegeben, die Schöpfung zu bewahren und nicht diese zu beherrschen. Sie rief dazu auf, den eigenen Lebensstil zu überdenken, um den Klimawandel nicht weiter voranzutreiben. „Der Tag der Schöpfung passt ideal in das Landesgartenschaugelände, da es auch hier um Umweltfragen und die Bedrohung der Umwelt geht", so Annette Muhr-Nelson. Leider war der Tag zu Beginn gegen halb 3 nur schwach besucht. Das regnerische Wetter hatte wohl viele Besucher verschreckt. Erst zum Abschlussgottesdienst, der von der Adlerwiese in den Glaubensgarten verlegt wurde, füllte sich der Pavillon. Christel Schuchardt vom ökumenischen Treff Bad Lippspringe und Benita Sieben-Ostmann vom Eine-Welt-Kreis Schlangen präsentierten vor Ort mehrere Produkte mit Fairtrade- und Bio-Siegel und klärten über deren Vorzüge auf. Der Verkauf war den Damen jedoch untersagt worden, da exklusiv der Caterer der Landesgartenschau Speisen und Getränke verkaufen darf. Passend zum Thema „Schöpfung" schminkten die Bad Lippspringer Messdiener Nele Müller und Isabelle Kother gemeinsam mit ihren Klassenkameradinnen Aria Alptekin und Kristin Petrikowski Kinder mit Tiermotiven. „Wir haben uns Motive überlegt, die gut zur Schöpfung passen", so Isabelle Kother. Besonders beliebt waren Panda, Waldfee und Sternenkind.

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