Freuen sich über die Auszeichnung: Die beiden Vorsitzenden der Umwelt-Bildungs-Initiative Matthias Schmitt (l.) und Frederick Lüke sowie Christiane Paulus vom Bundesumweltministerium. - © UBI
Freuen sich über die Auszeichnung: Die beiden Vorsitzenden der Umwelt-Bildungs-Initiative Matthias Schmitt (l.) und Frederick Lüke sowie Christiane Paulus vom Bundesumweltministerium. | © UBI

Bad Lippspringe Für vorbildliches Projekt ausgezeichnet

Umwelt-Bildungs-Inititative: Drei Tage lang mit Kindern Geflüchteter in der Natur unterwegs. Siegel der Vereinten Nationen erhalten

Kreis Paderborn. Das Sorgen für Natur und Umwelt haben sich die Vereinten Nationen (UN) für zehn Jahre ganz besonders auf ihre Fahne schrieben und so die UN-Dekade „Biologische Vielfalt" ausgerufen. Weltweit wird somit um Vielfalt gerungen, weltweit werden Vereine und Institutionen geehrt, die sich diesem Problem widmen, sich um Lösungen bemühen. Seit Sonntag gehört die Umwelt-Bildungs-Inititative (UBI) OWL zu diesem Kreis der Ausgezeichneten. In dem Sonderwettbewerb der UN „Soziale Natur – Natur für alle" erhielt die Initiative ein Siegel der Vereinten Nationen. Unter dem Titel „Der Wald sprich viele Sprachen" war der erst Ende 2014 gegründete Verein Ostern vergangenen Jahres mit Kindern geflüchteter Menschen drei Tage lang in der Natur unterwegs. Dieses Projekt sei vorbildlich, erkannte eine Jury bei der UN-Dekade „Biologische Vielfalt" und wählte es unter mehr als 150 Vorschlägen als preiswürdig aus. Die Naturschützer hätten Nachholbedarf in Sachen soziale Perspektive sagte Christiane Paulus, Mitglied der Jury und Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. „Sie zeigen mit dem Projekt, dass so etwas in die tätliche Arbeit einbezogen werden kann", befand Paulus bei der Übergabe des Siegels. Zuvor hatte der stellvertretende Landrat Vincent Heggen lobende Worte für die Aktion gefunden. UBI habe einen „wertvollen Beitrag für die Integration von Kindern Geflüchteter geleistet", sagte er und hob als ehemaliger Schulleiter die Wichtigkeit der Umweltbildung hervor. Die sei nämlich, obschon bereits 1980 von den Kultusministern als Unterrichtsstoff erkannt und festgeschrieben, „nach wie vor defizitär", sagte Heggen, dabei bestehe doch das Ziel, dass „unsere Kinder und Enkel, nicht die Fehler machen, die wir gemacht haben".

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