Halten das neue Werk in Händen: (v. l.) Bürgermeister Andreas Bee, Ralf Hils, Leiter der örtlichen Volksbank-Filiale, Willi Hennemeyer, Vorsitzender des Heimatvereins und der Künstler Werner Thiele. - © Klaus Karenfeld
Halten das neue Werk in Händen: (v. l.) Bürgermeister Andreas Bee, Ralf Hils, Leiter der örtlichen Volksbank-Filiale, Willi Hennemeyer, Vorsitzender des Heimatvereins und der Künstler Werner Thiele. | © Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe Bildreicher Rundgang: Sehenswerte Zeitreise

Werner Thiele hat die Geschichte der Badestadt lebendig werden lassen, von den Anfängen bis heute. Das neue Werk ist ab morgen im Handel

Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es im Volksmund. Und die Bilder von Werner Thiele haben tatsächlich einiges zu erzählen. In seinem jüngsten Werk lässt der 78-Jährige die Geschichte der Badestadt lebendig werden, von den Anfängen bis heute. "Als ich von den Plänen Werner Thieles erfuhr, war ich fasziniert und gespannt zugleich", erinnert sich der Heimatvereinsvorsitzende Willi Hennemeyer noch gut. "Die mehr als 1.200-jährige Geschichte der Badestadt in einem einzigen Bild darzustellen, schien mir ein nicht einfaches Unterfangen zu sein." Einfach hat sich Werner Thiele seine selbst gestellte Aufgabe tatsächlich nicht gemacht: "Eine erste vage Idee kam mir vor etwa zwei Jahren. Aber Gut Ding will bekanntlich Weile haben." Kurz vor dem Stadtfest und nur ein halbes Jahr vor Beginn der Landesgartenschau hat Werner Thiele sein ambitioniertes Projekt beenden können und den schwarzen Tuschstift zur Seite gelegt. Licht- und Schattenseiten festgehalten "Ich bin wirklich begeistert", freut sich Bürgermeister Andreas Bee, der stellvertretend für die Stadt die erste Zeichnung entgegen nehmen durfte. Das Bild im Format 60 mal 80 Zentimeter bezeichnete er "als wunderschönes Kunstwerk und bemerkenswerte Zeitreise von der Vergangenheit in die Gegenwart". Den Anfang macht ein Blick auf die legendäre Urkunde von Nonantula, in der Lippspringe 780 nachweislich zum ersten Mal erwähnt wird. Auch die Stadtwerdung anno 1445 findet sich in Thieles Bild wieder, ebenso die für den späteren Kur- und Badeort so wichtige Entdeckung der ersten Heilquelle. Aber auch die Schattenseite der Geschichte spart der Künstler nicht aus, darunter die beiden Weltkriege und ihre Folgen. Der Abschluss gleicht einem Ausblick auf die mit großen Erwartungen begleitete Landesgartenschau 2017. Bee fallen bei dem bildreichen Rundgang sofort Gebäude ins Auge, die heute zu den unverwechselbaren Wahrzeichen der Badestadt zählen. Die Reste der Lippspringer Burg gehören dazu, das einst hochherrschaftliche Prinzenpalais und auch das Rathaus. Thiele ist aber nicht nur ein hervorragender Chronist, sondern erinnert in seinem Bild auch an die wirtschaftlichen Marksteine, die den Kurort bis heute prägen: die Kliniken und Pensionen, Handwerk, Landwirtschaft und der breit gefächerte Bereich der Dienstleistungsangebote. Und auch der vielfältigen wie lebendigen Vereinswelt setzt er in seinem neuen Werk ein Denkmal. Auf Qualität hat Thiele auch bei der Wahl des Papiers gesetzt. Es besteht zu 100 Prozent aus Baumwolle, ist Premium beschichtet und eignet sich wegen seiner hohe Tiefenschärfe besonders für exklusive Kunstreproduktionen. Das neueste Werk des Bad Lippspringer Künstlers, eine Hommage an seine Heimatstadt, kann ab dem 12. Oktober käuflich erworben werden. Das Bild im Format 60 mal 80 Zentimeter kostet 40 Euro, die etwas kleinere Ausführung, immerhin noch 40 mal 60 Zentimeter groß, ist für 25 Euro zu haben. Für die Veröffentlichung zeichnet der Heimatverein verantwortlich. Eine Spende der Volksbank Bad Lippspringe in Höhe von 800 Euro machte Hennemeyer zufolge "diesen attraktiven Verkaufspreis" möglich. Erhältlich sind die Bilder bei der Tourist Information, in der Volksbank Bad Lippspringe sowie beim Heimatverein.

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