Freuen sich über den Vertragsabschluss: (v. l.) Dirk Tornede,NABU-Mitarbeiter, Josef Tumbrinck, NABU-Landesvorsitzender, Tanja Berghahn-Macken, städtische Architektin, Thomas Laumeier, NABU-Kreisvorsitzender, Marus Foerster, NABU-Geschäftsführer und Bürgermeister Andreas Bee. - © Klaus Karenfeld
Freuen sich über den Vertragsabschluss: (v. l.) Dirk Tornede,NABU-Mitarbeiter, Josef Tumbrinck, NABU-Landesvorsitzender, Tanja Berghahn-Macken, städtische Architektin, Thomas Laumeier, NABU-Kreisvorsitzender, Marus Foerster, NABU-Geschäftsführer und Bürgermeister Andreas Bee. | © Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe Prinzenpalais wird Umweltbildungs- und Begegnugshaus

Prinzenpalais: Stadt, NRW-Stiftung und der NABU-Kreisverband Paderborn haben jetzt einen gemeinsamen Fördervertrag unterschrieben.

Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe. Das Prinzenpalais in Bad Lippspringe soll zu einem Umweltbildungs- und Begegnungshaus weiter entwickelt werden. Stadt, NRW-Stiftung und der NABU-Kreisverband Paderborn haben jetzt einen gemeinsamen Fördervertrag unterschrieben. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt 850.000 Euro. Die Zeichen stehen auf Veränderung: Mit dem im April 2015 wieder eröffneten Senneinformationszentrum (erste Etage) ist das Prinzenpalais aus seinem jahrelangen Dornröschenschlaf wieder erwacht. Auch für die anderen Räumlichkeiten gibt es bereits ein sehr detailliertes Nutzungskonzept; es trägt die gemeinsame Handschrift des NABU-Kreisverbandes und der Stadt Bad Lippspringe. Offen war lange Zeit allerdings noch die Frage der Finanzierung. Und die ist jetzt gesichert. Die NRW-Stiftung wird sich sowohl an der Sanierung als auch an der Neueinrichtung des Prinzenpalais mit einem Zuschuss in Höhe von bis zu 276.000 Euro beteiligen. "Das ist ein wichtiger Beitrag, um hier die Idee für ein Umweltbildungs- und Begegnungshaus zu realisieren", zeigte sich der NABU-Kreisverbandsvorsitzende Thomas Laumeier überzeugt. Große Freude auch bei NABU Geschäftsführer Marcus Foerster und dem Prinzenpalais-Team, die monatelang an der Antragstellung gearbeitet und die Fördermittel bei der NRW-Stiftung eingeworben haben. Das Erdgeschoss soll den vorliegenden Planungen zufolge künftig optische Visitenkarte des historischen Gebäudes sein. Highlights in diesem Teil des Hauses sind eine neue Umweltbibliothek sowie ein digitales Medienarchiv mit dem Schwerpunktthema Senne. Die Etage bietet darüber hinaus ausreichend Platz für einen Vortragsraum, eine Küche sowie verschiedene Wechselausstellungen und einen großzügig gestalteten Empfangsbereich. Außerdem nimmt hier bereits die Senne-Ausstellung ihren Anfang; der Zugang wird allerdings anders als bisher über den Haupteingang des Prinzenpalais erfolgen. Die Umbaukosten in der Etage werden zu 100 Prozent von der NRW-Stiftung übernommen. Auch am Einbau einer neuen Heizungsanlage will sie sich anteilig beteiligen. Die Etage oberhalb des Senneinformationszentrums steht laut Nutzungskonzept interessierten Bad Lippspringer Vereinen zur Verfügung. Wie berichtet, wird das Prinzenpalais aktuell vom Kolping-Musikverein, dem Schachclub und dem Verein Monolith genutzt. Umfangreiche Brandschutzmaßnahmen (zusätzlicher Rettungsweg), aber auch der Einbau von Toiletten und einer neuen Küche sind hier vorgesehen. Weiter geplant ist der Umbau der Aufzuganlage. Das Maßnahmenpaket beläuft sich auf insgesamt 376.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt zum größten Teil aus Städtebaufördermittel. Die Sanierungsarbeiten im Inneren des Gebäudes werden durch Arbeiten an der Außenhülle komplettiert. Die Stadt Bad Lippspringe wird sich an den Umbaumaßnahmen mit 269.000 Euro beteiligen. Den nun mit der NRW-Stiftung geschlossene Vertrag bezeichnete der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck als eine wichtige Weichenstellung. Das Prinzenpalais könne sich jetzt zu einem multifunktionalen Begegnungshaus und Umweltinformationszentrum weiterentwickeln. Wörtlich fügte er hinzu: "Das vorliegende Konzept, das Natur und Kultur miteinander verbindet, ist vorbildlich und eröffnet allen Beteiligten vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit." Bürgermeister Andreas Bee kommt zu einer ähnlichen Einschätzung: "Die jetzt gefundene Nutzungsform ist zukunftsweisend. Der NABU steht der Stadt dabei als ein starker Partner zur Seite. Dass die NRW-Stiftung diese Kooperation ebenfalls unterstützt und mit trägt, das macht Mut für die Zukunft."

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