Umweltministerin Barbara Hendricks auf Gut Redingerhof in Neuenbeken: Hans Jürgens Wessels, Dr. Gerhard Lakmann (Biol. Station), Dr. Barbara Hendricks (Umweltministerin), Peter Rüther (Biol. Stadion) und Burkhard Blienert (Mdb) - © Foto: Marc Köppelmann
Umweltministerin Barbara Hendricks auf Gut Redingerhof in Neuenbeken: Hans Jürgens Wessels, Dr. Gerhard Lakmann (Biol. Station), Dr. Barbara Hendricks (Umweltministerin), Peter Rüther (Biol. Stadion) und Burkhard Blienert (Mdb) | © Foto: Marc Köppelmann

Bad Lippspringe Bundesumweltministerin Hendricks: Nationalpark Senne wird kommen

Barbara Hendricks informierte sich über den Truppenübungsplatz

Dirk-Ulrich Brüggemann

Bad Lippspringe. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) geht davon aus, dass "in einigen Jahren der Nationalpark Senne errichtet wird". Dies sagte sie während eines Besuches auf dem Truppenübungsplatz Senne, als sie gemeinsam mit Vertretern der biologischen Station Kreis Paderborn-Senne, des Fördervereins Senne-Eggegebirge und der SPD im Kreis Paderborn über die Zukunft der Senne sprach. Auch wenn der exakte Zeitpunkt des Abzugs der britischen Streitkräfte aus der Senne noch offen ist, geht die Ministerin davon aus, dass der Eggewald zum Nationalpark Senne gehören wird. Während eines Treffens auf dem Gut Redingerhof in Bad Lippspringe erklärte Barbara Hendricks, dass das britische Militär noch keinen genauen Termin genannt habe, wann es den Truppenübungsplatz für die militärische Ausbildung der Soldaten nicht mehr benötigen wird.Ministerin lobt die Arbeit der biologischen Station Hendricks geht davon aus, dass die Bundeswehr den Platz auch in Zukunft für ihre Soldaten nutzen wird: "Die Bundeswehr wird aber nicht die gesamte Fläche benötigen, sondern nur einen kleinen Teil", sagte die Ministerin, die unter anderem vom Paderborner SPD-Bundestagsabgeordneten Burkhard Blienert und vom SPD-Landtagsabgeordneten Dennis Maelzer begleitet wurde. Ministerin Hendricks weiß um den großen Wert der Truppenübungsplätze für die Natur, und sie lobte die Arbeit der biologischen Station, die ihr zuvor von dessen Leiter Peter Rüther vorgestellt worden war. Hendricks stellte auch klar, dass es nicht damit getan sei, ein Schutzgebiet auszuweisen und es dann liegen zu lassen. "Es muss gepflegt werden, damit die Landschaft nicht verkarstet. Und hier leisten die sechs Biologen und die zahlreichen ehrenamtlichen Unterstützer der biologischen Station hervorragende Arbeit." Der Truppenübungsplatz Senne, den die Bundesumweltministerin zuvor im Bereich der Windmühle und des Paradeplatzes bei Schlangen besucht hatte, bietet heute vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat, die sonst nirgends zu finden sind. "Die Senne ist ein großer Schatz" "Auch wenn der Truppenübungsplatz Senne heute noch keinen Schutzstatus hat, ist er das bedeutendste Natura-2000-Gebiet in ganz NRW", erklärte Stationsleiter Peter Rüther. Auch Burkhard Blienert war voll des Lobes: "Die Senne ist ein großer Schatz, den wir in Ostwestfalen haben." Die Umweltministerin betonte, dass ihr Berliner Ministerium in einem engen fachlichen Austausch mit dem Düsseldorfer Umweltministerium steht und dass ständig geprüft werde, was heute trotz der militärischen Nutzung der Senne in Bereich Naturschutz und -pflege zu tun sei. Die jahrzehntelange Arbeit in der Senne habe gezeigt, wie wertvoll die Truppenübungsplätze seien. Diese Erfahrungen sei bereits bei den aufgelassenen Übungsplätzen in den neuen Bundesländern erfolgreich genutzt worden, freute sich Barbara Hendricks und versprach, zur Heideblüte noch einmal in die Senne zurückzukommen.

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