Sind bereit wieder mit anzupacken: Noch im Schnee über den Beeten der Gesellschaft der Staudenfreunde im Gartenschau-Gelände die freiwilligen Helferinnen (v. l.) Theresia Auffenberg, Benedikta Friedrich und Anni Bauer. - © Mark Heinemann
Sind bereit wieder mit anzupacken: Noch im Schnee über den Beeten der Gesellschaft der Staudenfreunde im Gartenschau-Gelände die freiwilligen Helferinnen (v. l.) Theresia Auffenberg, Benedikta Friedrich und Anni Bauer. | © Mark Heinemann

Bad Lippspringe Bad Lippspringer Gartenschau braucht Ehrenamtliche

Der Bad Lippspringer Bürgermeister und die LGS-Geschäftsführer werben für neue Unterstützung bei der Pflege der Beete, Gewässer und Grünflächen sowie den Betreuungsaufgaben

Karl Finke

Bad Lippspringe. Ferdinand Hüpping wählte die Geschichte "von den hundert Chinesen: Ein Chinese kann eine verwelkte Blüte abkneifen, hundert . . .", so der Geschäftsführer der erfolgreichen Landesgartenschau (LGS) 2017. 2018 und darüber hinaus möchte Bad Lippspringe diesen Erfolg weiterführen und mobilisierte dafür am Montagabend im Lippe-Institut erneut die Bürger der Stadt. Im Garten-Jargon wird schon mal von Beetschwestern gesprochen. Viele Männer im fast voll besetzten Saal pochten selbstverständlich auf ihre Mitwirkung, werden sich aber womöglich weniger in Beeten sondern eher mit gröberen Hilfen verbrüdern. Mit seinem Appell an alle Ehrenamtlichen stellte sich der Bürgermeister als Vorbe(e)ter bildlich schon "in übergroße Gummistiefelhosen" für die Pflege der Gewässer. "Unseren hohen Standard können wir nur halten, wenn viele von ihnen weiter mitmachen", so Bees Perspektive. An seiner Seite ließ LGS-Geschäftsführerin Erika Josephs durchblicken, dass etliche Helferinnen und Helfer nach den vielen Einsätzen 2017 "erschöpft waren", nun aber doch wieder ansprechbar seien. Dazu zählen Benedikta Friedrich und Theresia Auffenberg, beide aus der Gesellschaft der Staudenfreunde. Sie berichteten von der "Einsamkeit an den Mersmann-Teichen", die sie bei der Vorbereitung der Beete genossen hätten und vom "schönen menschlichen Miteinander". Bei den sonntäglichen Gesprächen sei "die Sorge über den Rückgang der Insekten" ein verbindendes Thema geworden. Von den rund 25 Frauen und Männern wollen zehn weiter mitwirken und das Beet der Staudenfreunde erhalten. Zweimal im Monat drei Stunden: So beschrieb Bauamtsleiter Hüpping den Aufwand für die erhofften Bürgerhilfen - für Arbeiten im Wald auch nur zweimal im Jahr. Wieder bepflanzt werden sollen neun kleine Mustergärten (200-250 Quadratmeter) und auch die Lichtungsgärten. In den Mersmann-Teichen müsse man kontinuierlich gegen die Ausbreitung der Algen vorgehen. Es sollen auch wieder Mobilitätshilfen für die wichtigste Zielgruppe der neuen Gartenschau ausgegeben werden. So genannte E-Scooter werden aber kostenpflichtig. Für diesen täglichen Bedarf erhofft sich die Stadt insgesamt rund zehn bereitwillige Bürger - weitere für die Besucher- und die Künstlerbetreuung. Die Anwesenden, darunter viele so genannte Multiplikatoren, nahmen nicht nur die vorbereiteten Meldezettel mit - sie machten auch Anmerkungen und fragten. Allein der Bereich, den der Landesbetrieb Wald und Holz bespielt hatte, werde nicht weiter geführt, antwortete Erika Josephs. Und ein paar Mustergärten sollen entfallen. Gearbeitet werde noch an einem Rundgang, der Gäste auch in die Stadt ziehe. Für die gastronomische Versorgung stehe die Stadt in Verhandlungen mit einem Caterer, so Bürgermeister Bee. Eine Wiederaufnahme der beliebten Bimmelbahn werde wohl an den Kosten scheitern. Ebenso eine gewünschte Übertragung von Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft auf Großleinwand. Bauamtschef Hüpping hofft auch auf Bereitwillige für "eine schnelle Eingreiftruppe". Sie solle einen Vorlauf von einer Woche bekommen und Information per E-Mail mit der Frage: "Wer hat nächsten Samstag Zeit?" Ehrenamtliche Helfer können sich bei Laura Klingbeil, Tel. (0 52 51) 2 61 85, E-Mail laura.klingbeil@bad-lippspringe.de und in der Lindenstraße 1a melden.

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