Freut sich auf die Hockey-WM: Chefarzt Dr. Alexander Strassburg (Teutoburger-Wald-Klinik) fungiert als leitender Medical Officer in Berlin. - © Andreas Götte
Freut sich auf die Hockey-WM: Chefarzt Dr. Alexander Strassburg (Teutoburger-Wald-Klinik) fungiert als leitender Medical Officer in Berlin. | © Andreas Götte

Bad Lippspringe Bad Lippringer Arzt bei der Hallenhockey-WM in Berlin dabei

Hallenhockey-Weltmeisterschaft: Bad Lippspringer Unfallchirurg Alexander Strassburg übernimmt als Local Medical Officer Organisations- und Führungsaufgaben in Berlin

Andreas Götte

Bad Lippspringe. Obwohl er selbst nie Hockey gespielt hat, zieht sich der schnelle Mannschaftssport wie ein roter Faden durch das Leben vom Chefarzt der Teutoburger-Wald-Klinik. Dr. Alexander Strassburg war als Mediziner bereits unter anderem bei Olympischen Spielen und bei einer Weltmeisterschaft eingesetzt und betreute auch die deutsche Junioren-Nationalmannschaft. Bei den in wenigen Tagen beginnenden Hallenhockey-Weltmeisterschaften in Berlin wird Strassburg von der International Hockey Federation (FIH) mit einer ganz besonders verantwortungsvollen Aufgabe betraut, ist der ärztliche Rat aus Bad Lippspringe ganz besonders gefragt. Als Local Medical Officer muss der gebürtige Nordhesse bei der WM eine Vielzahl von Organisations- und Führungsaufgaben übernehmen. „Der Auftrag wurde kurzfristig an mich herangetragen, die Organisation steht bereits", ist Strassburg zufrieden. Plötzlicher Hexenschuss Dazu zählte das Finden von Ärzten, die während der Meisterschaft betreuen. Auch für die Zuweisung von Aufgaben ist der Chefarzt aus Bad Lippspringe zuständig. Nicht nur die vielen Sportler von jeweils zwölf Herren- und Damenteams müssen im Notfall medizinisch versorgt werden. „Ein Schiedsrichter kann plötzlich einen Hexenschuss bekommen", weiß Alexander Strassburg. In der Max-Schmeling-Halle werden an den Finaltagen bis zu 8.000 Zuschauer erwartet. Dazu kommen über 300 Offizielle, eine Reihe von Mitarbeitern von verschiedenen Ausstellern und viele freiwillige Helfer. In zwei Hallen muss Alexander Strassburg sich um die medizinische Versorgung vor Ort kümmern. „Gerade am Finaltag müssen Heerscharen von Sanitätern abgesichert werden", sagt der Orthopäde und Unfallchirurg. Auch die Besetzung des Notfallraums muss der Mediziner im Blick haben. Als Local Medical Officer muss Strassburg auch auf die extrem unterschiedlichsten Standards bei den Nationalmannschaften reagieren. „Sportler aus dem Iran haben fast gar nichts an Ausrüstung dabei", sagt der Chefarzt. Für die Betreuung der Nationalteams hat der Mediziner auch das mobile Ultraschallgerät aus Bad Lippspringe mit dabei. „Das gehört zum Standard. Mit dem Gerät sind gut Risse zu erkennen", sagt Strassburg, der früher als Leistungssportler im Handball und der Leichtathletik unterwegs war und heute noch per Ferndiagnose Basketballteams betreut. Improvisationstalent und Idealismus Für seinen ehrenamtlichen Job in Berlin benötigt der gebürtige Melsunger auch eine gehörige Portion Improvisationstalent und Idealismus. Sein Sohn, der Hockey-Torhüter ist und mittlerweile auch als Trainer unterwegs ist, wird Vater Alexander in Sachen Fahrdienst in der Hauptstadt unterstützen. „Ich finde Hockey sensationell. Es ist eine potenziell gefährliche Sportart und bedarf deshalb einer hohen sozialen Verantwortung", sagt Strassburg. Zudem sei Hockey ein Mannschaftssport, bei dem Kinder schon früh als Kapitän Verantwortung übernehmen könnten. Alexander Strassburg freut sich, wenn die beim Fernsehsender Sport 1 live übertragene Weltmeisterschaft „endlich los geht". Sein größter Wunsch? „Ich hoffe, dass sich am Ende niemand verletzt und alles komplikationslos über die Bühne geht", sagt der Chefarzt aus Bad Lippspringe und freut sich schon auf ein Wiedersehen mit der großen Hockey-Familie.

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