In der Vereinsetage im Prinzenpalais: (v. l.) Architektin Tanja Berghahn-Macken, Marina Leimkühler, Vorsitzende des Kolping-Musikvereins, Bauamtsmitarbeiter Dirk Brenke und Bürgermeister Andreas Bee. - © Klaus Karenfeld
In der Vereinsetage im Prinzenpalais: (v. l.) Architektin Tanja Berghahn-Macken, Marina Leimkühler, Vorsitzende des Kolping-Musikvereins, Bauamtsmitarbeiter Dirk Brenke und Bürgermeister Andreas Bee. | © Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe Riesiger Probenraum im Prinzenpalais fertiggestellt

Bei den Arbeiten bringt sich der Kolping-Musikverein mit 500 ehrenamtlichen Stunden ein. Fluchttreppe und Brandschutzanlage installiert

Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe. Die Umbauarbeiten am Bad Lippspringer Prinzenpalais sind endgültig abgeschlossen. Die Summe der Investitionen beläuft sich auf insgesamt etwa 800.000 Euro. Das neu geschaffene Umweltbildungs- und Begegnungshaus ist auch Heimstatt für Bad Lippspringer Vereine. Der Kolping-Musikverein blickt optimistisch in das gerade begonnene Jahr. "Wir freuen uns sehr über den gelungenen Umbau", macht die Vorsitzende Marina Leimkühler im Gespräch deutlich. "Ab sofort können wir wieder die Räumlichkeiten im zweiten Obergeschoss des Prinzenpalais für unsere regelmäßigen Proben nutzen." Und tatsächlich hat sich viel getan seit Beginn der Arbeiten 2016. Aus drei Räumen im obersten Stockwerk ist ein einziger großer Probenraum geworden - mit einer Fläche von 115 Quadratmetern. Gleichzeitig wurde die Decke deutlich angehoben. Die Etage umfasst weitere 90 Quadratmeter, die ebenfalls umfassend saniert wurden. Zusätzlich entstanden ist eine Teeküche. Auch den Vorgaben des Brandschutzes haben die Planer umfassend Rechnung getragen. "Die Fenster im zweiten Obergeschoss sind relativ klein und kämen im möglichen Notfall als Rettungsweg nicht in Frage", erläutert die städtische Architektin Tanja Berghahn-Macken. Deshalb wurde ans Gebäude eine Fluchttreppe angebracht. Zu den umfangreichen Investitionen zählt auch eine moderne Brandschutzanlage. Insgesamt etwa 308.000 Euro hat der Umbau der Etage gekostet. In der Summe enthalten sind Ausgaben für zwei neue Toiletten, ein behindertengerechtes WC im Erdgeschoss und den Aufzug. 80 Prozent der förderfähigen Kosten wurden vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Das Geld stammt aus Städtebauförderungsmitteln. Das Land hatte mit dem Zuschuss eine Bedingung verbunden: Die Bad Lippspringer Vereine, die das obere Stockwerk regelmäßig als Treffpunkt nutzen, sollten sich am Umbau aktiv beteiligen. "Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen", freut sich Berghahn-Macken. "Der Kolping-Musikverein hat sich dabei besonders hervorgetan." Etwa 30 seiner Mitglieder waren immer wieder im Einsatz, um alte Tapeten abzureißen und anschließend die Wände neu zu tapezieren. Auch die Decke zum Dachboden hat der Verein komplett gedämmt. "Das ging wirklich Hand in Hand", betont Leimkühler. Die Eigenleistung insgesamt gibt die Vereinsvorsitzende mit 500 Arbeitsstunden an. Die notwendigen Baumaterialien stellte die Stadt Bad Lippspringe kostenfrei zur Verfügung. Das Prinzenpalais ist aber nicht nur Treffpunkt und Begegnungsstätte für drei Bad Lippspringer Vereine. Im Erdgeschoss befindet sich das vom Nabu geführte Umweltbildungszentrum. In der ersten Etage ist die überarbeitete Senne-Ausstellung untergebracht. Bürgermeister Andreas Bee spricht mit Blick auf das neue Prinzenpalais von einem Vorzeigeobjekt mit Strahlkraft über den Ort hinaus.

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