Präsentieren das Vorgehen des ökologischen Waldumbaus: (v. l.) Bürgermeister Andreas Bee und Fachbereichsleiter Bauen und Liegenschaften Ferdinand Hüpping. - © Stadt Bad Lippspringe
Präsentieren das Vorgehen des ökologischen Waldumbaus: (v. l.) Bürgermeister Andreas Bee und Fachbereichsleiter Bauen und Liegenschaften Ferdinand Hüpping. | © Stadt Bad Lippspringe

Bad Lippspringe Bad Lippspringe baut Wald ökologisch um

Monokulturen ade: Fichten werden ab Januar 2018 durch vielfältige Laubbäume ersetzt. Öko-Punkte zur Planung der Baugebiete Hohe Kamp, Dr.-Lincke-Weg und Auguste-Viktoria-Allee

Bad Lippspringe. Eine nachhaltige Aufwertung strebt die Stadt Bad Lippspringe in ihrem Kurwald an, teilt die Stadt in einer Presseerklärung mit. Ab Januar 2018 würden in Nachbarschaft zur Gartenschau Bad Lippspringe in mehreren Waldparzellen weniger vorteilhafte Fichten durch Laubbäume wie Buchen und Eichen ersetzt. Mit dieser Maßnahme komme mehr Licht in den teilweise sehr dicht bewachsenen Kurwald, was zu zusätzlichem Leben auf dem Waldboden führen soll. Damit steige auch der Freizeit- und Erholungswert der Umgebung weiter an. "Durch den Abschied von den Monokulturen und die Neubepflanzung mit attraktiven Baumarten im Kurwald entwickeln wir unser Stadtgebiet für künftige Generationen weiter. Damit setzen wir nach Ausrichtung der Landesgartenschau 2017 einen weiteren Meilenstein", nennt Bürgermeister Andreas Bee die Zielsetzung des Projektes. Entnahme der Fichten Im Auftrag der Stadt Bad Lippspringe habe die NZO-GmbH aus Bielefeld, Büro für Landschaftsplanung, Bewertung und Dokumentation, eine Bewertung der Waldparzellen vorgenommen, die die Basis für den ökologischen Waldumbau darstelle, so die Pressemitteilung. An sechs verschiedenen, teilweise direkt aneinander grenzenden Standorten erfolge in den nächsten Jahren eine Entnahme von Fichten, die nicht zuletzt aufgrund ihres Alters für Probleme sorgen würden. Bei der Bearbeitung der einzelnen Parzellen werde individuell entschieden, welche Bäume erhalten bleiben könnten. "Durch eine höhere Biodiversität im Kurwald erzielen wir außerdem nicht nur einen schöneren optischen Eindruck, sondern auch eine höhere Standfestigkeit und Stabilität", erläutert Baumamtsleiter Ferdinand Hüpping. Als willkommener Nebeneffekt erziele die Stadt durch den Waldumbau die Öko-Punkte zur Planung der Baugebiete Hohe Kamp, Dr.-Lincke-Weg und Auguste-Viktoria-Allee. Der Umbau des Kurwaldes von Bad Lippspringe in einen naturnahen Laubwald sei ein mittelfristiges Projekt, dessen vollständige Wirkung sich erst in einigen Jahren zeigen werde. Die Eingriffe, bei denen auch schweres Gerät wie ein Harvester zum Einsatz kommen werde, würden im Detail geplant und behutsam vorgenommen.

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