Das geplante neue Werk mit vier Silos: Heinfried Watermann ist auch mit 74 Jahren ein zupackender Mann mit ehrgeizigen Plänen. - © Klaus Karenfeld
Das geplante neue Werk mit vier Silos: Heinfried Watermann ist auch mit 74 Jahren ein zupackender Mann mit ehrgeizigen Plänen. | © Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe Bad Lippspringer Unternehmen investiert 1,5 Millionen Euro

Oxiegen beliefert Handwerker und Baufirmen in ganz Europa. Wachstumspotenziale sieht das Unternehmen noch im Geschäft mit den nordeuropäischen Ländern

Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe. Andere in seinem Alter genießen längst den wohlverdienten Ruhestand. Nicht so Heinfried Watermann. Der 74-jährige Geschäftsführer der Firma Oxiegen GmbH plant im Industriegebiet Hohe Kamp ein weiteres Werk zur Herstellung bauchemischer Produkte. Die Investitionssumme beläuft sich laut Firmenangaben auf 1,5 Millionen Euro. Heinfried Watermann hatte die Oxiegen GmbH im Jahr 2004 gegründet. Damaliger Sitz des Unternehmens war das Gewerbegebiet Am Vorderflöß. Da die Firma in kurzer Zeit expandierte, gab es bald ein Platz- und Standortproblem, erinnert sich Watermann. Lächelnd fügt er hinzu: "Seit meinem 30. Geburtstag habe ich jedes Jahr etwas gebaut." 2013 wurde große Teile des Unternehmens in das Gewerbegebiet Hohe Kamp verlegt. Erst kürzlich hat Oxiegen ein Kompetenzzentrum für die Entwicklung und den Test neuer Produkte geschaffen; auch die Schulung von Kunden und Mitarbeitern findet hier statt. Kernstück des neuen Produktionsbetriebes - direkt gegenüber dem Stammwerk - ist eine zwölf Meter hohe Fertigungshalle, in der bauchemische Produkte wie Fliesenkleber, Materialien für Grundierungen und Dichtungen sowie Abdichtungsfolien hergestellt werden. Zum markanten Erscheinungsbild tragen künftig auch die vier immerhin 20 Meter hohen Silotürme bei. Sämtliche Produkte, die das Werk verlassen, werden Watermann zufolge von Oxiegen selbst entwickelt und basieren auf eigenen Rezepturen. Das neue Werk bietet nicht nur ausreichend Platz für die eigentliche Produktion, auch Büros und Sanitärräume werden hier untergebracht. Baustart für die neue Fertigungshalle ist im Januar 2018. Mitte des Jahres geht das Werk in Betrieb. Dass Watermann sich mit immerhin 74 Jahren zum Bau eines neuen Produktionsbetriebes entschlossen hat, liegt auch an Vorgaben der EU in Brüssel: "Aufgrund neuer Normen sind wir aufgefordert, unser Angebot an Systemlösungen für Fliesenleger zu ergänzen und ihnen alle für die Abdichtung von Nassräumen benötigten Materialien aus einer Hand anzubieten", so Watermann Für das Unternehmen Oxiegen sind aktuell 30 Mitarbeiter tätig. Diese Zahl wird sich mit Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte nicht erhöhen, stellte Watermann ausdrücklich klar. Der Grund: Auch seine Firma setzt verstärkt auf den Einsatz moderner Robotertechnik. "Das vorhandene Personal", so der Firmengründer und Geschäftsführer , "kann dementsprechend für anspruchsvollere Aufgaben eingesetzt werden." Den Jahresumsatz seines Unternehmens gibt Watermann mit aktuell fünf Millionen Euro an. Für Ende 2018 rechnet er mit einer deutlichen Steigerung auf dann 6,5 Millionen Euro. Die Kunden von Oxiegen kommen nicht nur aus Deutschland. Die Bad Lippspringer Firma beliefert inzwischen Handwerker und Baufirmen in ganz Europa. "Besonders stark sind wir am Markt in Belgien vertreten." Ähnliches gelte für Mallorca und Spanien. Deutliche Wachstumspotenziale sieht das Unternehmen noch im Geschäft mit den nordeuropäischen Ländern.

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