In den Seilen: Die Buker Höhenretter trainierten häufig an den Windkraftanlagen nahe der B 64 in Buke. archiv - © Marc Köppelmann
In den Seilen: Die Buker Höhenretter trainierten häufig an den Windkraftanlagen nahe der B 64 in Buke. archiv | © Marc Köppelmann

Altenbeken Feuerwehr Altenbeken zieht Bilanz

125 Aktive rücken 2017 zu 150 Einsätzen aus. Neues Löschfahrzeug für Schwaney bis zum Jahresende angekündigt

Ralph Meyer

Altenbeken. Mit 150 Einsätzen lag die Zahl der Feuerwehreinsätze 2017 auf dem Niveau der Vorjahre, berichtete Wehrführer Rainer Hartmann bei der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altenbeken in der Eggelandhalle. Der Löwenanteil entfiel auf First Responder-Einsätze (46) und Technische Hilfeleistungen (42). In 24 Fällen rückten die Aktiven zu Brandeinsätzen aus. Die Eggewehr zählte zum Jahresende 231 Mitglieder. Davon waren 125 Mitglieder aktiv in der Einsatzabteilung. Die Jugendfeuerwehr zählte 20 Mitglieder, die Ehrenabteilung 39, und dem Musikzug gehören 49 Mitglieder an, so Vize-Wehrführer Sven Stratemann in seinem Jahresbericht. 2.516 Einsatzstunden und 2.070 Stunden Aus- und Fortbildung weist der Jahresbericht aus. Dazu kommen 1.659 Stunden Ausbildung in der Jugendfeuerwehr und 4.903 Stunden der ehrenamtlichen Rettungsdienstgruppe. Unterm Strich summieren sich die Dienste auf 15.292 Stunden im vergangenen Jahr Probleme bereitet weiter die Tagesverfügbarkeit, denn nicht alle Aktiven haben ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde. In diesem Zusammenhang lobte Hartmann die Firma Finke Formenbau, die sechs Feuerwehrwehrmänner beschäftigt und stets für Einsätze freistellt. Zum Ende des Jahres löste sich die 15-köpfige Gruppe der Höhenretter, die im Jahre 2000 gegründet worden war, aus personellen Gründen auf. "Der Aufwand war für eine freiwillige Einheit zu hoch", sagte Hartmann bei der Verabschiedung des Leitungsteams mit Mario Güldner, Sven Böddeker und Andreas Tegethoff und fügte hinzu: "Ihr habt einen guten Job gemacht". Damit verfügt nur noch Paderborn über Höhenretter. Der Wehrführer freut sich, dass voraussichtlich noch in diesem Jahr ein neues Löschfahrzeug (HLF 10) an den Löschzug Schwaney übergeben werden kann. Ferner mahnte er bei der Politik die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans an. Beim Rettungsdienst bezeichnete Martin Meilwes 2017 als ein einsatzreiches Jahr. 846 Mal rückte der Rettungswagen aus Buke aus (im Vorjahr: 859 Einsätze). 350 Einsätze fanden mit ehrenamtlicher Beteiligung statt, 346 Einsätze wurden von Notärzten begleitet. 713 Einsätze führten in den Kreis Paderborn, 133 in den Nachbarkreis Höxter. Dort führten die Fahrten auch über die Stadt Bad Driburg hinaus. Die Notärzte kamen überwiegend aus Bad Driburg. Bürgermeister Hans Jürgen Wessels räumte ein, dass der Brandschutzbedarfsplan schon länger in Arbeit sei. "Ich halte es aber für besser, ein neues Löschfahrzeug anzuschaffen, als Zeilen in Plänen zu füllen". Gleichwohl sicherte er zu, den Brandschutzbedarfsplan im Laufe des Jahres vorzulegen. Vize-Landrat Wolfgang Weigel lobte die gute Arbeit der Feuerwehren im Kreis Paderborn und nannte die Eggewehr eine "effiziente Feuerwehr, die stets zur Stelle ist". Kreisbrandmeister Elmar Keuter dankte den aktiven Einsatzkräften für die Mitarbeit bei der Kreisausbildung und in den Sondereinheiten sowie in der Bereitschaft 03 (Paderborn/Höxter). Ob die Rettungswache Buke in der Zukunft mit einem weiteren Rettungswagen rechnen kann, hält der Kreisbrandmeister für mehr als zweifelhaft. "Die Zahlen passen noch", erklärte Keuter in Altenbeken.

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