Viel Platz für interessierte Unternehmen: Die Krukenwiesen in Buke sind im Flächennutzungsplan als Gewerbegebiet bereits genehmigt. In diesem Jahr will die Gemeinde Altenbeken mit der Erschließung beginnen und auch die ersten Grundstücke verkaufen. Im Hintergrund ist das Dorf zu sehen. - © Kurt Blaschke
Viel Platz für interessierte Unternehmen: Die Krukenwiesen in Buke sind im Flächennutzungsplan als Gewerbegebiet bereits genehmigt. In diesem Jahr will die Gemeinde Altenbeken mit der Erschließung beginnen und auch die ersten Grundstücke verkaufen. Im Hintergrund ist das Dorf zu sehen. | © Kurt Blaschke

Altenbeken Freie Fahrt für neues Gewerbe in Altenbeken-Buke

SPD und Grüne wollen auf der Fläche Krukenwiesen weiteren Ansiedlungen von Unternehmen den Weg bereiten

Karl Finke

Altenbeken. Die Ansiedlung neuer Unternehmen im Gewerbegebiet Buke ist für die Gemeinde Altenbeken ein Schlüssel für weiteres Wachstum zur Sicherung der Infrastruktur. Auf kurzfristigen Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen hat die Mehrheit im Gemeinderat (auch ABA/FDP) am Donnerstagabend die Erschließung der brach liegenden Wirtschaftsfläche Krukenwiesen beschlossen. 2016 hatte der Altenbekener Haupt- und Finanzausschuss nur Planungssummen für die genehmigte Gewerbegebietserweiterung in den Haushalt eingestellt. Danach sollten der Kanal- und Straßenbau erst beginnen, wenn Unternehmen konkrete Ansiedlungspläne bekunden würden. In den vergangenen zwei Jahren hätte es "mehrere Anfragen" gegeben, so der Wortlaut im Antrag von SPD/Grünen, denen die Verwaltung aufgrund des zu erwartenden Zeitrahmens bis zu einer Erschließung nicht hätte gerecht werden können. Die interessierten Betriebe hätten sich daraufhin "andersweitig umgeschaut oder sich, wie in einem Fall, innerhalb des Ortes vergrößert. Dieses hat in der Bevölkerung kein Verständnis hervorgerufen, da es Planungen zum Gewerbegebiet Krukenwiesen zu diesem Zeitpunkt bereits gab"- so der weitere Wortlaut. Das Gewerbethema blieb beim Beschluss zur Haushaltssatzung 2018 im Gemeinderat das einzige Streitthema. "Es hat mich aus den Socken gehauen", so der CDU-Fraktionsvorsitzende Hermann Striewe zum überraschenden Antrag von SPD/Grünen. Auch die Christdemokraten wären für eine Erschließung, "aber erst, wenn Unternehmen da sind". Die CDU stünde zur bislang gemeinsamen Strategie im Gemeinderat. "Wir sind dagegen und beugen uns der Mehrheit", so Striewes Resümee. SPD-Fraktionschef Ulrich Meyer sprach von "Zeichen der Zeit", verwies auf die "boomende Wirtschaft" und eine Chance, die die Gemeinde nutzen müsste. Für Bündnis 90/Die Grünen sagte die Fraktionsvorsitzende Ursula Kaibel: "Arbeitsplatzschaffende Unternehmen sind ein wertvoller Baustein für eine positive Gemeindeentwicklung." Die gesamte Erschließung der Fläche in einer Größe von 30.000 Quadratmetern mit Versorgungsleitungen und Straßenbau wird von der Gemeinde über drei Jahre mit 1,5 Millionen Euro kalkuliert, so Altenbekens Kämmerer Markus Rabe. Durch Grundstücksverkäufe sollten eine Million Euro zurück in die Gemeindekassen fließen. Rabe rechnet mit ersten Verkäufen in diesem Jahr. Die Erschließungsarbeiten würden erste Spatenstiche für Ansiedlungen noch in diesem Jahr möglich machen. CDU-Chef Striewe wies auf das Risiko der Entscheidung. Von der Verwaltung wären Grundstückspreise von 40 Euro/Quadratmeter eingeplant worden. Der Bürgermeister wiederum hätte darauf hingewiesen, "dass die Gefahr groß sei, der Rat könne bei der zukünftigen Preisgestaltung einknicken", so Striewe weiter. Er erinnerte seine Ratskollegen an die im Gewerbegebiet Buke zuletzt erzielten Preisen.

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