Auskunft gegeben: Die Sprecher des privaten Schulträgervereins Altenbeken, (v. l.) Ingo Kröger und Nicole Starke, informieren über die geplante Realschule. - © Privater Schulförderverein
Auskunft gegeben: Die Sprecher des privaten Schulträgervereins Altenbeken, (v. l.) Ingo Kröger und Nicole Starke, informieren über die geplante Realschule. | © Privater Schulförderverein

Altenbeken Planung für Privatschule in Altenbeken wird konkret

Mehr als 200 Interessenten: Schulträgerverein steht vor der Gründung.

Altenbeken. In Altenbeken werden die Planungen zur Gründung einer Privatschule immer konkreter, teilt der Schulträgerverein, der sich derzeit noch in der Gründungsphase befindet, in einer Presseerklärung mit. Nach den vielversprechenden Informationsveranstaltungen mit zum Teil über 200 Interessierten hätten sich in den vergangenen zwei Monaten beinahe im Wochentakt engagierte Eltern getroffen, um über die Gründung einer privaten weiterführenden Schule zu beraten. Aus der anfänglich lockeren Initiative seien inzwischen zwei hochmotivierte Gruppen entstanden, die die Gründung der „Privaten Realschule Altenbeken" konsequent vorantrieben. Darauf nämlich hätten sich die Beteiligten bereits geeinigt; es soll eine Realschule werden. Die hätten Eltern mehrheitlich befürwortet, als die Schulplanungen noch vom Kolping Schulwerk betrieben wurden. Vorteile der nahen Schule Schulträger der privaten Ersatzschule, wie es korrekt heißt, werde ein privater Schulträgerverein sein, dem Eltern, Lehrkräfte und engagierte Privatpersonen angehören würden. Ingo Kröger, Sprecher des zukünftigen Trägervereins, erläutert in der Presseerklärung die geplante Ausrichtung der Schule: „Alle Schülerinnen und Schüler, gleich welche Grundschulempfehlung sie erhalten haben, sollen unsere Realschule besuchen können und damit den Vorteil der wohnortnahen Schule genießen". Neben dem normalen Realschulabschluss könne auch der mit Qualifikationsvermerk erworben werden, um anschließend an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg Abitur zu machen. Diejenigen Kinder, die die Erprobungsstufe nicht mit einer Versetzung in die Klasse 7 der Realschule abschließen könnten, sollten die Schule aber nicht verlassen müssen. Sie würden weiter in ihrem gewohnten schulischen Umfeld im Bildungsgang Hauptschule unterrichtet, um sie auf einen Hauptschulabschluss oder auch den Mittleren Schulabschluss vorzubereiten. „Als sogenannte ,Realschule plus’ soll unsere Schule eben ,Eine Schule für alle’ sein", so Ingo Kröger, selbst Lehrer in Schloß Neuhaus. Erworbene Abschlüsse seien gleichwertig Als private Ersatzschule sei die geplante Realschule in Altenbeken einer staatlichen Schule in vielen Bereichen gleichgestellt. So erfüllten die Schülerinnen und Schüler mit dem Schulbesuch die gesetzliche Schulpflicht und die erworbenen Abschlüsse seien gleichwertig. Im Gegensatz zu staatlichen Schulen sind Privatschulen nicht an Mindestschülerzahlen gebunden, ein Umstand der in der Vergangenheit für die Nichtgenehmigung von Schulen in Altenbeken verantwortlich war. „Die ersten Schülerinnen und Schüler wollen wir im Sommer 2019 an unserer Realschule begrüßen", erzählt Nicole Starke, Sprecherin des zukünftigen Schulfördervereins. Der Förderverein wolle laut Pressemitteilung die zukünftige Schule mit Rat und Tat begleiten und zum Beispiel bei der Anschaffung von Lehr- und Freizeitmaterial helfen. Auch Projekte, Exkursionen oder Arbeitsgemeinschaften wolle der Förderverein unterstützen. „Mit freiwilligen Elternbeiträgen und eingeworbenen Spendengeldern wollen wir aber vor allem den Trägerverein im laufenden Schulbetrieb unterstützen", so Nicole Starke. Für den Besuch der Schule müsse kein Schulgeld gezahlt werden. Es gebe einen Landeszuschuss von maximal 94 Prozent der Kosten einer vergleichbaren öffentlichen Schule (Personal- und Sachkosten). Der 6-prozentige Eigenanteil könne über einen Zuschuss der Gemeinde aufgebracht werden. Noch vor den Osterferien wollen Ingo Kröger und Nicole Starke mit ihren Mitstreitern zu einer Informationsveranstaltung einladen. Interessierte Eltern, Lehrkräfte und Bürger sollten sich, sie die Pressemitteilung, den 22. März ab 19 Uhr frei halten. An diesem Termin werden sich der zukünftige Träger- und Förderverein in der Schulaula am Gardeweg vorstellen und über den Fortgang der Realschulplanung berichten.

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