Sturmschaden: Laut Gemeinde verhindert der Schotterunterbau eine notwendige tiefe und damit sichere Verwurzelung einiger Bäume. - © Gemeinde Altenbeken
Sturmschaden: Laut Gemeinde verhindert der Schotterunterbau eine notwendige tiefe und damit sichere Verwurzelung einiger Bäume. | © Gemeinde Altenbeken

Altenbeken Baumfällungen in Altenbeken laut Gemeinde unvermeidlich

Sturmtief Friederike: Gemeinde informiert über Schäden und notwendige Maßnahmen. Sieben Straßen betroffen. Standorttypische Ersatzbepflanzung in Aussicht gestellt

Altenbeken. Friederike hat nicht nur in den Wäldern der Egge eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, auch öffentliche Plätze und Wohngebiete blieben nicht verschont, teilt die Gemeinde Altenbeken in einer Presseerklärung mit. So gebe es zahlreicheumgestürzte Laubbäume in der Schwaneyer Siedlung Klusgrund. Verletzt worden sei niemand und auch die Sachschäden seien überschaubar. Untersuchungen durch Baumsachverständige hätten ergeben, dass an sich gesunde Bäume nicht tief genug wurzeln konnten und ihre Standfestigkeit deshalb massiv beeinträchtigt war. Schotterschicht als Unterbau Das hätte daran gelegen, dass beim Straßenausbau in den 1980er Jahren in der kompletten Fahrbahnbreite eine Schotterschicht als Unterbau eingebracht worden sei, auch dort, wo dann die Bäume gepflanzt worden seien. Die normalerweise in die Tiefe wurzelnden Bäume hätten ihr Wurzelwerk so nur in der Breite ausbilden können. Fatal: an drei Seiten seien zusätzlich betonierte Kantensteine eingesetzt worden, so dass die inzwischen etwa 15 Meter hohen Bäume wie in einem flachen Blumenkübel stünden. Die heftigen Sturmböen hätten zahlreiche so gepflanzte Bäume umgeworfen. Diese Sturmschäden seien in den Straßen aufgetreten, die 1984 (Ringstraße,Bischof-Balduin-Straße) und 1989 (Eckernkamp, Steindrüft, ZurWulwerkuhle, Volkwortstraße) gebaut worden seien. Anhand des Wurzelbildes der umgestürzten Bäume lasse sich feststellen, dass die Bäume lediglich ein etwa 40 Zentimeter tiefes Wurzelwerk auf sehr begrenzter Fläche hätten ausbilden können. Ganze Reihe von Sofortmaßnahmen Es müsse mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass bei zukünftigen Stürmen weitere derart gepflanzte Bäume in besagtem Baugebiet umstürzen und unter Umständen nicht nur erhebliche Sachschäden anrichten, sondern die Gesundheit und das Leben von Menschen bedrohen. Angesichts dieser konkreten Gefahrenlage und im Wissen um die damalige Pflanzweise würden eine Reihe von Sofortmaßnahmen ergriffen. So würden alle im Fahrbahnbereich in Pflanzinseln stehende Bäume, die in den Bauabschnitten 1984 und 1989 gepflanzt wurden und augenscheinlich höher als 10 Meter sind und/oder einen Stammumfang von mehr als einem Meter hätten, gefällt, heißt es in der Pressemitteilung. Hiervon ausgenommen seien die Bäume, die in kreisrunden Mittelinseln stünden und ausreichend Platz zum Wurzeln hätten. Gleichwohl sollten diese Bäume besonders beobachtet und im Laufe des Jahres dahingehend überprüft werden, ob sie ebenfalls in einem verdichteten Schotterbett stehen, teilt die Gemeinde mit. Ebenfalls überprüft würden die Baumpflanzbeete im Triftweg. Sollte auch hier seinerzeit unfachmännisch gepflanzt worden sein, seien Fällungen unumgänglich. Im Rahmen anstehender Baumkontrollen und des Aufbaus eines Baumkatasters würden alle Bäume der Gemeinde, die im Fahrbahnbereich in Pflanzinseln stünden, ebenfalls dahingehend überprüft, ob es einen wurzelbegrenzenden Schotterunterbau gibt. Sollte dies der Fall sein würden weitere Fällungen notwendig.

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