Im Blickfeld zukünftiger Unternehmensansiedlungen: Die Flächen zwischen der Autobahn 44 (links zwischen Bäumen) und dem Bereich des Flughafens Paderborn/Lippstadt (rechts außerhalb des Bildes). - © Jens Reddeker
Im Blickfeld zukünftiger Unternehmensansiedlungen: Die Flächen zwischen der Autobahn 44 (links zwischen Bäumen) und dem Bereich des Flughafens Paderborn/Lippstadt (rechts außerhalb des Bildes). | © Jens Reddeker

Kreis Paderborn/Altenbeken Gewerbeflächen-Fokus am Flughafen in Büren-Ahden

Nach den letzten Flächen-Ausweisungen in Altenbeken ist die Zahl der Beschäftigten in der Eggegemeinde gestiegen

Karl Finke

Kreis Paderborn/Altenbeken. Im Hauptausschuss der Gemeinde Altenbeken hat Rathaus-Mitarbeiterin Laureen Falke aus dem neuen Regionalplan (bis 2035) das Wirtschaftsflächen-Konzept für den Kreis Paderborn vorgestellt und die Rahmenbedingungen für die Eggegemeinde vorgetragen. Das Bielefelder Planungsbüro Drees und Huesmann hat bei den Kommunen die vorhandenen Reserveflächen und den Bedarf für die nächsten 20 Jahre ermittelt. Bad Wünnenberg, Borchen, Hövelhof und Lichtenau haben zur Zeit keine Reserveflächen mehr zur Verfügung. In Büren stehen mit mehr als 41 Hektar die weitaus größten Reserveflächen zur Verfügung. Auch in Bad Lippspringe (17,6) und Delbrück (16,3) gibt es aktuell noch relativ große Reserven. Der rechnerische Bedarf für die Zukunft ist - außerhalb von Paderborn - in Delbrück mit 34,1 Hektar am größten. Fokus auf interkommunale Zusammenarbeit In Altenbeken bildet der Bereich Krukenwiesen am vorhandenen Gewerbegebiet in Buke die freie Reserve. Am anderen Ende des Gebietes ist eine mögliche Erweiterung noch nicht überplant worden. In der Eggegemeinde war nach der letzten Flächenausweisung ab 2013 die Zahl der Beschäftigten deutlich angestiegen, so Bürgermeister Hans Jürgen Wessels. Ab 2014 stagnieren die Zahlen wieder. Mitarbeiterin Falke stellte aktuelle Arbeitsmarkt-Zahlen für Altenbeken vor. In der Gemeinde mit 9.294 Einwohnern arbeiten 3.429 Beschäftigte am Wohnort. Insgesamt wurden 4.832 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gezählt. In die Eggegemeinde pendeln zur Arbeit 748 Beschäftigte - 3.592 Altenbekener arbeiten außerhalb. Von der Gesamtzahl der Arbeitsplätze in der Gemeinde sind fast die Hälfte im Dienstleistungssektor angesiedelt, etwa ein Drittel im produzierenden Gewerbe und 18 Prozent in den Bereichen Handel/Gastgewerbe/Verkehr. Topografische Grenzen beachten Zurück zum Regionalplan. Dieser legt den Fokus für die Zukunft auf interkommunale Zusammenarbeit. Für die weitere Gewerbeentwicklung werden in den Planungen zwei große Bereiche genannt: der Bereich des Flughafens nahe der Autobahn 44 und am Autobahnkreuz Bad Wünnenberg-Haaren. "Altenbeken hat zur Zeit keinen Kooperationsbedarf", so Bürgermeister Wessels. CDU-Fraktionschef Hermann Striewe ist bezüglich zukünftige Entwicklungen eher skeptisch. "Wir stoßen immer an unsere topografischen Grenzen", so der Christdemokrat: "Die Flächen, die geeignet wären, werden landwirtschaftlich genutzt."

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