Wiedergewählte Vorstandsmitglie­der und neue Ehrentitelträger der St.-Sebastian-Schützen­bruderschaft Altenbeken (v.l. vorne): Ehrenhauptmann Anton Göllner, Ehrenoberst Markus Thiele, Ehrenhauptmann Manfred Thiele, Ehrenplatzmajor Dirk Avenarius, Oberst Gregor Rudolphi, Oberfähnrich Bernhard Fritz und Fahnenoffizier Jürgen Dunsche. Im Hintergrund die Fahnenoffiziere Hans-Jürgen Schwanitz und Peter Eilert. - © St.-Sebastian-Schützenbrudersch
Wiedergewählte Vorstandsmitglie­der und neue Ehrentitelträger der St.-Sebastian-Schützen­bruderschaft Altenbeken (v.l. vorne): Ehrenhauptmann Anton Göllner, Ehrenoberst Markus Thiele, Ehrenhauptmann Manfred Thiele, Ehrenplatzmajor Dirk Avenarius, Oberst Gregor Rudolphi, Oberfähnrich Bernhard Fritz und Fahnenoffizier Jürgen Dunsche. Im Hintergrund die Fahnenoffiziere Hans-Jürgen Schwanitz und Peter Eilert. | © St.-Sebastian-Schützenbrudersch

Altenbeken Gregor Rudolphi neuer Oberst in Altenbeken

Altenbekener Schützenbruderschaft: Markus Thiele stellt sich nach fünf Amtsjahren nicht mehr zur Wahl. Das Vogelschießen soll in diesem Jahr probeweise an der Eggelandhalle durchgeführt werden

Altenbeken. Wichtige personelle Entscheidungen mussten die Mitglieder der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft Altenbeken in ihrer Generalversammlung treffen. Bereits im Vorfeld hatte Markus Thiele angekündigt, sich nach 17 Vorstandsjahren - davon fünf als Oberst - nicht erneut zur Wahl zu stellen. Mit Ehrenhauptmann Gregor Rudolphi stellte sich ein erfahrener Schütze der geheimen Abstimmung, in der sich die anwesenden Mitglieder mehrheitlich für ihn aussprachen. Der neugewählte Chef von rund 900 Schützen dankte den Anwesenden für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versprach den Grünröcken, die gegen seine Kandidatur votiert hatten, sie in den nächsten Jahren vom Gegenteil zu überzeugen. Für Andreas Wiemers, der in den letzten drei Jahren das Amt des 2. Kassierers ausgeübt hatte, für eine weitere Wahlperiode jedoch nicht mehr zur Verfügung stand, konnte aus den Reihen der Anwesenden kein Nachfolger gefunden werden. Einstimmig wurden Bernhard Fitz und Jürgen Dunsche für drei weitere Jahre als Oberfähnrich und Fahnenoffizier bestätigt. In den Kompanieversammlungen wurden zwei Wochen zuvor wichtige Personalentscheidungen getroffen. So zogen sich Anton Göllner, nach 30 Vorstandsjahren, davon zuletzt 13 Jahre als Hauptmann der Schweizer Kompanie und Manfred Thiele, der zunächst Unteroffizier und Oberleutnant in der Markkompanie war und seit 2012 als Hauptmann die Geschicke geführt hatte, aus der aktiven Vorstandstätigkeit zurück. Sie wurden einstimmig zu Ehrenhauptleuten ernannt. Auf Bataillonsebene wurden Dirk Avenarius zum Ehrenplatzmajor und der scheidende Oberst Markus Thiele zum Ehrenoberst ernannt. Die Bollerborn Kompanie erhielt aus den Händen von Bataillonsschießmeister Werner Höltje den Bataillonswanderpokal. Sie hatte sich mit 186 Ringen und einem deutlichen Vorsprung von zehn Ringen gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Spannend und mit sehr guten Schießergebnissen verlief auch das Bruderschaftsmeisterschaftsschießen Anfang des Jahres. Zehn Schuss mussten mit dem Luftgewehr auf dem elektronischen Schießstand abgegeben werden. Mit sehr guten 91 Ringen sicherte sich Niklas Mertens nach seinem Erfolg in 2017 erneut den ersten Platz. Mit zwei Ringen weniger auf der Scheibe belegte Friedhelm Stupeler lediglich aufgrund des besseren Schussbildes gegenüber Friedrich Struck, der ebenfalls 89 Ringe erzielte, den 2. Platz. Die Altkönige und Jungschützenkönige der Bruderschaft fanden sich zum sportlichen Wettstreit auf dem 50-Meter-Kleinkaliberstand ein. Bei den Senioren setzte sich der amtierende König Tobias Schnelle gegen die Konkurrenz durch. Bei den Jungschützen bewies Friedrich Struck seine Treffsicherheit. Neuer Schülerprinz wurde Patrick Busse mit 28 von 30 Ringen. Den Titel des Jugendprinzen sicherte sich Johannes Schäfers mit 19 Ringen. Hier wird jedoch im Gegensatz zum Schülerwettbewerb freihändig geschossen. Ihre Ketten erhielten sie aus den Händen des stellvertretenden Jungschützenmeisters Timo Scheiber. Kontrovers wurden die vorgeschlagene Satzungsänderung und die Verlegung des Vogelschießens in diesem Jahr an die Eggelandhalle diskutiert. Die Satzungsänderung basiert auf Vorgaben des Finanzamtes, wonach detailliertere Formulierungen zur Gemeinnützigkeit der Bruderschaft in das Regelwerk aufgenommen werden mussten. Um die Gemeinnützigkeit des Vereins nicht zu gefährden, stimmten die Anwesenden mehrheitlich dem zwischen Finanzministerium NRW und dem Dachverband der Schützenbruderschaften abgestimmten Vorschlag zu. Ebenfalls mehrheitlich sprachen sich die Schützen dafür aus, in diesem Jahr das Vogelschießen an die Eggelandhalle zu verlegen. Aufgebaut werden soll ein mobiler Schießstand, mit dem Ziel Erfahrungswerte zu sammeln, die im nächsten Jahr den Schützen vorgestellt werden sollen. Eine endgültige Entscheidung, ob es zu einer Verlegung des Schießens an die Eggelandhalle oder einer Durchführung des Vogelschießens einschließlich Festballes im Driburger Grund kommt, obliegt dann wieder den Mitgliedern.

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