Immer ein offenes Ohr: (v. l.) Der ehemaliger Pfarrer Richard Pothmann, Leiter des HoT Altenbeken Wolfgang Dehlinger und Pfarrerin Katrin Elhaus hoffen, dass das Haus der offenen Tür auch in Zukunft noch vielen Kindern und Jugendlichen als eine Art zweites Zuhause dient. - © Daniel Quick
Immer ein offenes Ohr: (v. l.) Der ehemaliger Pfarrer Richard Pothmann, Leiter des HoT Altenbeken Wolfgang Dehlinger und Pfarrerin Katrin Elhaus hoffen, dass das Haus der offenen Tür auch in Zukunft noch vielen Kindern und Jugendlichen als eine Art zweites Zuhause dient. | © Daniel Quick

Altenbeken Das HoT Altenbeken feiert sein 25-jähriges Jubiläum

Treffpunkt für die Jugend

Daniel Quick

Altenbeken. "Hier habe ich immer eine Menge Spaß und wenn es mir mal schlecht geht, gibt es immer jemanden, der mir zuhört", sagt die 12-jährige Julia. Mitte November feierte das Haus der offenen Tür (HoT) in Altenbeken sein 25-jähriges Bestehen. Viele Besucher versammelten sich zu diesem Anlass, um gemeinsam bei Kaffee und Kuchen auf eine erlebnisreiche Zeit zurückzublicken. Seit 25 Jahren ist die evangelische Kirchengemeinde Trägerin der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Altenbeken. Der Hauptstandort befindet sich im für die Arbeit sehr gut geeigneten unteren Geschoss des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses und eine Zweigstelle gibt es in Schwaney. "Damals wurde das Haus der offenen Tür als Teil des Gemeindehauses insbesondere aufgrund des Engagements des damaligen Pastor Richard Pothmann gegründet. Der Schwerpunkt des HoT sollte dabei in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen. Es sollte ein offenes Angebot entstehen, zu dem jeder kommen konnte, wann er wollte", erklärt Gemeindepfarrerin Katrin Elhaus. Seit 1998 lebt und arbeitet Leiter Wolfgang Dehlinger für die Einrichtung: "Ich freue mich immer wieder, wenn uns Kinder und Jugendliche im Haus der offenen Tür besuchen. Dadurch entstehen Verbindungen, die teilweise ein ganzes Leben lang halten. Dies ist schon etwas ganz Besonderes." Im Laufe der Zeit habe sich einiges im Haus der offenen Tür verändert, so Dehlinger. "Früher kamen etwa 40 bis 50 Kinder und Jugendliche zu uns, die alle zu festen Cliquen gehörten. Feste Cliquen gibt es heute nicht mehr. Pro Woche besuchen uns nun etwa 120 Kinder und Jugendliche, die teilweise sogar täglich vorbeikommen", berichtet der Einrichtungsleiter. Dies liege unter anderem an der Schulsituation und am Wandel und dem Umgang mit den Medien, erklärt Dehlinger. "Das Gute daran ist, wenn die Leute einzeln zu uns kommen, entsteht auch ein viel direkterer und offenerer Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen", sagt der Einrichtungsleiter. Neben Wolfgang Dehlinger arbeiten vier weitere Sozialpädagogische Mitarbeiter im Haus der Offenen Tür, die sich gemeinsam um die Kinder und Jugendlichen und um die zahlreichen Angebote, Projekte und Kurse kümmern. "Mir gefällt besonders die Vielfalt der Dinge, die man hier machen kann. Dazu zählen unter anderem die Organisation von verschiedenen Tanzgruppen bis hin zu den Gesprächen mit den Kindern und Jugendliche", sagt Sozialpädagogische Mitarbeiterin Natje Strenge. "Ein besonderes Highlight in vergangener Zeit war sicherlich die Waldwoche im Driburger Grund. Etwa 110 Kinder konnten dort in den Sommerferien ihre Freizeit verbringen", erinnert sich Wolfgang Dehlinger. "Besonders toll daran ist, dass es in den letzten Jahren immer eine große Anzahl Jugendlicher gab, die in den Ferien die Waldwoche mitgestaltet haben. Zudem gibt es viele Erwachsene, die für Hilfen ansprechbar sind", sagt der Einrichtungsleiter. Da die Anzahl der von Ehrenamtlichen geleisteten Stunden in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen ist, bietet das Haus der offenen Tür eine Jugendleiter-Ausbildung an, die in einem zweijährigen Rhythmus stattfindet. "Während der Ausbildung lernen die Teilnehmer, wie sie sich in der Begegnung mit Kindern und Jugendlichen verhalten müssen und wie wichtig es ist, eine Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen aufzubauen", erklärt Wolfgang Dehlinger. Für die Zukunft wünscht sich der Einrichtungsleiter, dass das Haus der offenen Tür weiterhin eine beliebte Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche bleibt und eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde und der Kommune möglich ist, so Dehlinger.

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