Bis Anfang 2006 war der "Pleasuredome" die Disco im Norden des Lübbecker Landes. Derzeit wird ein Antrag auf Erlaubnis des Gaststätten-Betriebs geprüft. - © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR
Bis Anfang 2006 war der "Pleasuredome" die Disco im Norden des Lübbecker Landes. Derzeit wird ein Antrag auf Erlaubnis des Gaststätten-Betriebs geprüft. | © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR

Stemwede-Oppenwehe Kult-Disco weiter in der Warteschleife

Neueröffnung des "Pleasuredomes": Kreis benötigt weitere Unterlagen

Stemwede-Oppenwehe. Wer der Neueröffnung der einstigen Oppenweher Kult-Disco "Pleasuredome" schon entgegen fiebert, muss sich offenbar noch etwas in Geduld üben. Zunächst hatte Daniela Mügebeer "Heiden-Reichs Pleasuredome" Ende Oktober eröffnen wollen, diesen Termin dann aber zwischenzeitlich auf Ende November/Anfang Dezember dieses Jahres verschoben.

Dieser Termin dürfte nach jetzigem Stand der Dinge aber wohl erneut verschoben werden. Das Verfahren laufe noch, sagte gestern Werner Bahnemann, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales der Gemeinde Stemwede.

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Im Juli habe Daniela Mügebeer einen Antrag auf Erlaubnis des Gaststätten-Betriebs gestellt. Bei diesem Verfahren wird nach Angaben Bahnemanns unter anderem die "bauliche Geeignetheit" des Objektes an der Oppenweher Straße geprüft. Das könne die Gemeinde Stemwede aber nicht selbst machen und habe daher das Bauamt des Kreises Minden-Lübbecke um Prüfung gebeten.

Untersucht werden unter anderem der Schallschutz, der
Brandschutz und die Stellplätze. Das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, es gebe noch keine Aussagen des Kreisbauamtes, sagte Bahnemann. Die "bauliche Geeignetheit" müsse geprüft und erfüllt sein. "Und so lange kann ich über den Antrag nicht entscheiden."

Nach Angaben Bahnemanns ist derzeit noch offen, wann die Prüfung beendet sein wird. "Dazu kann ich keine konkrete Aussage treffen." Erst wenn alle Anforderungen erfüllt seien, dann könne er die Gaststätten-Erlaubnis erteilen, machte der Fachbereichsleiter gegenüber der NW deutlich. "Vorher ist da nichts möglich." Die Nachbarschaft habe auch ein Recht darauf, dass das Verfahren wegen des Schallschutzes oder der Stellplätze sauber geführt werde.

Für die Beurteilung des Antrags fehlten noch Unterlagen, sagte gestern auf Anfrage Kreissprecherin Sabine Ohnesorge. Das betreffe unter anderem die Abwägung der "Nachbarschaftsverträglichkeit". Daher sei zurzeit keine Entscheidung möglich, so Ohnesorge.

Daniela Mügebeer möchte wie berichtet die einstige Kult-Disco wiederbeleben. Neben dem bekannten Musik-Programm aus "Pleasure-Zeiten" sollen künftig auch Gothic und Mittelalter-Klänge gespielt werden. Zudem sind Live-Gigs in Planung. Daniela Mügebeer war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der "Pleasuredome" war einst Ziel von Disco-Fans aus dem Lübbecker Land, aber auch aus Osnabrück oder Bielefeld. Anfang 2006 schloss die Disco ihre Pforten.

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