Stemwede Unterkünfte für Asylbewerber fehlen

Weitere Zuweisungen für Stemwede

Stemwede (son). Dass mehr Menschen in Deutschland Asyl beantragen, macht sich auch in Stemwede bemerkbar. Waren es sonst eher eine Handvoll, sind es in diesem Jahr schon 23 Menschen, die aus den Sammelunterkünften des Landes nach Stemwede zugewiesen wurden. Derzeit stehen Asylbewerbern in Stemwede zwei Wohnungen in Oppenwehe zur Verfügung. Dort wird es aber langsam eng.

Da Amtsleiter Werner Bahnemann mit weiteren Zuweisungen in den nächsten Wochen rechnet, wurden jetzt im Haupt- und Finanzausschuss alternative Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Neben der Enge in Oppenwehe ist auch die angestrebte Vermarktung des Gebäudes ein Grund dafür.

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"Es ist nicht originäre Aufgabe einer Gemeinde, Mietwohnungen zu besitzen. Hier hat es sich aus der Historie ergeben. Wir bemühen uns aber, das Haus zu vermarkten", erklärte Bürgermeister Gerd Rybak.

Geprüft werden soll jetzt, ob Asylbewerber wieder im früheren Übergangswohnheim am Steinkamp in Wehdem untergebracht werden können. Plätze ständen dort 32 zur Verfügung. Derzeit wird das Gebäude durch die Lübbecker Land Tafel und die Jugend-Rotkreuz-Gruppe Stemwede genutzt.

Angedacht wurde auch eine dezentrale Unterbringung in verschiedenen Häusern. "Die Menschen sollten dort untergebracht sein, wo sie auch Einkaufen oder zum Arzt gehen können", sagte Gerd Rybak. Diese Voraussetzungen sieht er in Wehdem gegeben.

Mit der Lübbecker Land Tafel und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) sollen nun Gespräche stattfinden. Dem DRK sei bewusst, dass es sich anderweitig umsehen müsse, sobald die Gemeinde die Räume wieder selbst benötige, erklärte Rybak. Mit der Tafel müsse geklärt werden, wohin diese Aufgabe gegebenenfalls verlagert werden könne.

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