Stemwede Kommentar zum Wegekonzept in Stemwede: Arrogante Geheimniskrämerei

Joern Spreen-Ledebur

Das ganze Projekt war von Anfang an mit heißer Nadel gestrickt - offenbar allein dem Umstand geschuldet, dass es einen Zuschuss vom Land NRW für ein Wegekonzept in Stemwede geben könnte. Die Nadel ist derart heiß, dass das Konzept bis Mitte November beschlossen sein muss. Am 15. November gibt es eine Ratssitzung. Sollte die Politik dann entscheiden? Zu viele Fragen sind offen. Erst wenn die beantwortet sind, dann könnte abgestimmt werden. So wichtig kann kein Zuschuss sein, allein deswegen ein Konzept ohne Rücksicht auf Verluste durchzupeitschen. Zumal der Zahlenschwall von gestern Abend so schnell gar nicht geprüft werden kann. Die Kritik vieler Bürger, dass die Gemeinde ihre Straßen verrotten ließ, ist nicht neu. Sie wird aber lauter. Die Angst von Bürgern, bei einer Sanierung mit horrenden Beiträgen beteiligt zu werden, ist berechtigt. Ganz leise räumten die Sweco-Vertreter gestern ein, dass ein Wegeverband nur für die landwirtschaftlichen Wege zuständig sei. Aber was ist mit der B-Klasse? Dafür dürften dann die Bürger zur Kasse gebeten werden - und das angesichts des Zustands vieler Wege mit ganz viel Geld. Die Weigerung geht gar nicht Die Weigerung der Verwaltung, Karten zu zeigen, geht gar nicht. Das Wichtigste vorzuenthalten, eine Entscheidung einzufordern und Fragen der Bürger zur Klassifizierung von Straßen erst anschließend beantworten zu wollen, das ist frech. So eine arrogante Geheimniskrämerei kennt man aus einem Politbüro oder von den herrschenden Clans in einer Bananenrepublik. Nein, die Politik darf nächsten Mittwoch nicht über das Konzept abstimmen. Dann ist ein möglicher Zuschuss halt flöten, aber das hat die Verwaltung verbockt. joern.spreen-ledebur@nw.de

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