Fahren mit angezogener Bremse: Eigentlich hätten die Schilder an der Leverner Straße/Lübbecker Straße in Levern und Destel schon abgeräumt werden sollen - und damit auch das Tempolimit verschwinden sollen. Weil der Splitt aber stellenweise doch noch locker ist, bleiben sie erst einmal bis in die kommende Woche hinein stehen. - © Joern Spreen-Ledebur
Fahren mit angezogener Bremse: Eigentlich hätten die Schilder an der Leverner Straße/Lübbecker Straße in Levern und Destel schon abgeräumt werden sollen - und damit auch das Tempolimit verschwinden sollen. Weil der Splitt aber stellenweise doch noch locker ist, bleiben sie erst einmal bis in die kommende Woche hinein stehen. | © Joern Spreen-Ledebur

Stemwede Neues Tempolimit und neue Brücke über den Großen Diekfluss

Der Landesbetrieb lässt nach Arbeiten an der L 766 die Beschilderung aus Sicherheitsgründen noch länger stehen. An der L 767 ist die Radweg-Holzbrücke abgerissen worden

Joern Spreen-Ledebur

Stemwede-Levern. Aufwendig ist er, der Bau der neuen Brücke über den Großen Diekfluss in Levern. Die Schröttinghauser Straße (Landesstraße 767) ist wegen der Bauarbeiten gesperrt, eine weiträumige Umleitung für Auto- und Lkw-Fahrer eingerichtet. Radfahrer sollten die Baustelle eigentlich auf der Radweg-Holzbrücke über den Diek passieren können. Eigentlich, denn nun wurde auch die Holzbrücke abgerissen. Die Holzbrücke habe bei den Arbeiten doch im Weg gestanden, sagte Sven Johanning, Sprecher der Niederlassung Bielefeld des Landesbetriebs Straßen NRW. Die neue Straßenbrücke sei mit 13 Metern ohnehin wesentlich breiter als die bisherige, die um 1900 errichtet worden war. Die Sanierung der alten Brücke sei nicht wirtschaftlich gewesen, meint der Landesbetrieb. Auf der östlichen Seite der neuen Straßenbrücke werde es auch einen Geh- und Radweg geben, sagte Johanning. Das mache die bisherige Holzbrücke ohnehin überflüssig. Hergerichtet ist mittlerweile der Untergrund, um ein großes Bohrgerät aufstellen zu können. Nach Angaben Johannings müssen zwölf Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern eingebaut werden - und zwar in eine Tiefe von bis zu zwölf Metern. Auf diesen zwölf Pfählen werde dann das Fundament der neuen Brücke ruhen. Eigentlich hätte auch schon gebohrt werden sollen, merkte der Sprecher des Landesbetriebs an. Wegen schlechter Witterung sei die Baufirma aber auf einer anderen Baustelle aufgehalten worden. Nun werde erst am 21. und 22. August gebohrt. Verzögerungen beim Brückenbau solle es aber trotz des verspäteten Bohrbeginns nicht geben, sagte Sven Johanning mit Hinweis auf Gespräche mit der Firma. Die wolle mit mehr Personal anrücken. Ziel bleibe, dass die neue und rund 460.000 Euro teure Brücke Ende des Jahres freigegeben werde. Das wolle die Firma auch schaffen. Aktiv war der Landesbetrieb Mitte Juli auch an der Lübbecker Straße (Landesstraße 766) zwischen Levern und der Grenze Destel/Vehlage. Hier war stellenweise Splitt aufgebracht worden. Der ohnehin vorhandene Straßenverkehr soll den Belag dann immer schön einwalzen - auch an der Lübbecker Straße. Hier gilt derzeit über mehrere Kilometer ein Limit von 40 Stundenkilometern. Vorigen Freitag sei der Splitt zum ersten Mal abgefegt worden und eigentlich sei geplant gewesen, die Beschilderung dann auch wieder abzubauen, merkte Johanning im Gespräch mit der Neuen Westfälischen an. Beim Kehren habe man aber festgestellt, dass sich noch Splitt gelöst habe. Daher bleibe die Beschilderung nebst Tempolimit aus Sicherheitsgründen noch einige Tage stehen. Lockerer Splitt sei für Motorradfahrer gefährlich - und auch für Autofahrer, wenn die bremsen müssten. Kommende Woche wird erneut gefegt und dann soll entschieden werden, ob der Splitt schön eingewalzt ist und die Beschilderung abgeräumt werden kann.

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