Beliebter Treffpunkt: Zwischen festlich geschmücktem Weihnachtsbaum und bunten Buden ist Zeit für Gespräche und Begegnungen. Das schätzen die Wehdemer an ihrem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt am ersten Advent. - © Sonja Rohlfing
Beliebter Treffpunkt: Zwischen festlich geschmücktem Weihnachtsbaum und bunten Buden ist Zeit für Gespräche und Begegnungen. Das schätzen die Wehdemer an ihrem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt am ersten Advent. | © Sonja Rohlfing

Stemwede Wehdem feiert besonderen Adventsmarkt

Wi fiert Advent: Das vorweihnachtliche Fest lockte viele Besucher nach Wehdem. Endlich spielte auch das Wetter mit

Sonja Rohlfing

Stemwede-Wehdem. Michael Kopp, der Vorsitzende des Vereins "Leben Wehdem", strahlt mit der Sonne um die Wette. Nachdem "Wi fiert Advent" in Wehdem in den vergangenen Jahren oft unter Regen und Wind gelitten hatte, war diesmal endlich einladendes Wetter. Das lockte zahlreiche Besucher auf den gemütlichen Markt zwischen Kirche und Heimathaus. Das Licht zum Thema gewählt hatte auch Pfarrerin Sigrid Kuhlmann im Familiengottesdienst mit Taufe. In Anlehnung an die Jesus-Worte "Ich bin das Licht der Welt" aus dem Johannes-Evangelium erzählte sie von der Kerze, die nicht brennen wollte. Denn wer brennt, verbrennt recht bald und das wollte die Kerze nicht. Sie wollte bleiben, wie sie ist. Aber nur wer sich hingibt, verwandelt die Welt. Da leuchtete auch der Kerze ein, dass ihre Bestimmung ist, Licht zu sein. "Alle sind am Lachen. Das ist richtig toll", stellt der Nikolaus bei seinem Rundgang zwischen den mit Lichtern und Grün geschmückten Buden fest. Da verteilt der rot-weiß gewandete Mann mit dem Rauschebart gern fruchtige Gaben an Groß und Klein. Die Kleinen waren aber mindestens genauso begeistert vom Eselreiten. Im Gemeindehaus lockten neben weiteren Ausstellern vor allem der selbst gebackene Pickert der Landfrauen und das Kuchenbuffet der Konfirmanden. Viel zu entdecken gab es außerdem bei den Kunsthandwerkern im Heimathaus. Selbst gemachtes Schwarzbrot, Kekse und Marmeladen zur Verkostung und bei Gefallen auch zum Kauf bot Wilhelm Uetrecht an. Alles hat der Haldemer in seiner Backmanufaktur hergestellt. Ohne Konservierungs- und sonstige Zusatzstoffe und mit viel Handarbeit, wie er erzählt. Stephan Leonhardt präsentierte im Heimathaus sein kürzlich erschienenes Buch "Historisches aus Stemwede". Darin beleuchtet der geschichtsinteressierte Hobby-Autor die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges, alte Flurnamen in Wehdem und mittelalterliche Landwehren in Stemwede. "Alle Bücher, die ich mitgebracht hatte, sind verkauft", freut sich der Wehdemer über das rege Interesse an den von ihm zusammengetragenen Fakten über die Region. "Wir sind sehr zufrieden", resümiert Michael Kopp. Aufgebaut habe man die Stände des von evangelischer Kirchengemeinde und örtlichen Vereinen organisierten Marktes diesmal etwas anders. Das ließ Besucher und Aussteller des kleinen, aber feinen Weihnachtsmarktes noch näher zusammenrücken. Für Live-Musik hatten die Veranstalter eine junge Band über den CVJM gewonnen. Anna-Lena Weingärtner (Gesang und Gitarre), Kevin Guennoc (Canjon) und Henrik Epp (Keyboard) wechselten sich in ihren Auftritten mit den Stemweder "Lucky Line Dancer", dem Wehdemer Posaunenchor und den Voltigierer vom Reit- und Fahrverein Wehdem-Oppendorf ab. Dazwischen blieb für die Besucher auf dem Kirchhügel genügend Zeit für Gespräche und Begegnungen. Das schätzen die Wehdemer an ihrem Adventsmarkt. Hier kennt fast jeder jeden.

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