Die Polizei durchsuchte am Mittwochmorgen ein Übergangswohnheim für Asylbewerber in Stemwede-Wehdem. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur
Die Polizei durchsuchte am Mittwochmorgen ein Übergangswohnheim für Asylbewerber in Stemwede-Wehdem. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur

Stemwede Polizei-Razzia in Asylbewerberunterkunft

Dutzende Beamte im Morgengrauen im Kreis Minden-Lübbecke im Einsatz

Joern Spreen-Ledebur

Stemwede-Wehdem. Polizeikräfte haben am frühen Mittwochmorgen eine Unterkunft für Asylbewerber in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) durchsucht. Gegen 7 Uhr fuhren mehrere Mannschaftswagen vor; im Einsatz waren rund 80 Beamte, darunter auch Polizisten der Bereitschaftspolizei Bielefeld und drei Hundeführer aus Minden und Paderborn. In der Unterkunft im Stemweder Ortsteil Wehdem sind 55 Bewohner gemeldet; am Mittwoch hielten sich dort aber nur 18 Personen auf. Deren Identität und Ausweise wurden überprüft. Da bei 11 Personen der aufenthaltsrechtliche Status nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, wurden sie zur Polizeidienststelle nach Minden gebracht. Die Bewohner stammen unter anderem aus Afghanistan, Bangladesch und Sri Lanka. Bislang waren für das Heim in Stemwede keine nennenswerten Probleme bekannt. Bei der Razzia leistete niemand der Bewohner Widerstand. Anlass für die Razzia waren unter anderem Eigentumsdelikte, sagte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Vollstreckt wurde ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss für ein Zimmer in der Unterkunft, das von einem 31-jährigen algerischen Staatsangehörigen bewohnt wird. Bei ihm wurde Diebesgut aus "Vorfällen in der Region" vermutet, die Ermittler fanden jedoch nichts.  Die Überprüfung eines 56-jährigen Bewohners ergab laut Polizei, dass die Staatsanwaltschaft Oldenburg aufgrund einer Aufenthaltsermittlung nach ihm fahndete. Bei einem anderen Mann wurde eine abgelaufene Duldung festgestellt. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz eingeleitet.

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