Ortstermin: Über die Rückholung des Diesels aus dem Oppenweher Bohrloch hatte sich Anfang 2014 auch der damalige Arnsberger Regierungspräsident Gerd Bollermann (r.) informiert. - © Joern Spreen-Ledebur
Ortstermin: Über die Rückholung des Diesels aus dem Oppenweher Bohrloch hatte sich Anfang 2014 auch der damalige Arnsberger Regierungspräsident Gerd Bollermann (r.) informiert. | © Joern Spreen-Ledebur

Stemwede Ende für die Ölsuche in Oppenwehe

Ende für die Ölsuche in Oppenwehe: Die Bezirksregierung Arnsberg hat einen Abschlussbetriebsplan zugelassen, der für den endgültigen Rückbau des Bohrplatzes notwendig ist

Stemwede-Oppenwehe. Groß waren die Hoffnungen Ende 2008, als der US-amerikanische Konzern Exxon Mobil seine Suche nach möglichen Erdgas-Vorkommen in Oppenwehe startete. Die Hoffnungen des Konzerns aber haben sich zerschlagen, das Projekt "Oppenwehe 1" wurde eingestellt. In wenigen Monaten soll nichts mehr an die Erdgassuche erinnern - von den ausgebauten Wegen zum Bohrplatz mal abgesehen. Das Bohrloch in Oppenwehe soll nun endgültig verfüllt werden. Die landesweit für Bergbau und Energie zuständige Bezirksregierung Arnsberg hat am gestrigen Dienstag den Abschlussbetriebsplan für die endgültige Verfüllung Bohrung "Oppenwehe 1" einschließlich Rückbau und Rekultivierung des Bohrplatzes zugelassen. Die Suchbohrung nach unkonventionellen Erdgaslagerstätten war bereits Ende 2008 von der Firma Exxon Mobil Production Deutschland GmbH niedergebracht worden und wird seither in einem Kontrollregime überwacht. Fracking sei in der Bohrung nicht vorgenommen worden, merkte die Behörde an. ExxonMobil hat inzwischen entschieden, die Suchbohrung "Oppenwehe 1" (die erste für den Konzern in NRW) aufzugeben. Für die Verfüllung der Bohrung, den vollständigen Rückbau und die Rekultivierung des Bohrplatzes hatte Exxon Mobil denAbschussbetriebsplan im April bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Träger öffentlicher Belange wurden beteiligt. Mit der gestern erteilten Genehmigung würden Verfüllung und Rückbau aller Betriebseinrichtungen einschließlich Wiedernutzbarmachung und Rekultivierung sichergestellt, so die Behörde. Sei werde die Arbeiten vor Ort kontrollieren, so Wolfgang Dronia als zuständiger Dezernent der Bezirksregierung Arnsberg. Mit 24 Auflagen würden die Belange der Ökologie, des Arten-, Gewässer-, Boden- und Immissionsschutzes sowie die Abfallentsorgung geregelt. Besonders werde sichergestellt, dass die noch im Bohrloch befindliche Restmengen an Dieselöl auszirkuliert werden. Exxon hatte im Zuge eines Lagerstätten-Drucktests rund 25.000 Liter Diesel ins Bohrloch gekippt. Das hatte in Stemwede für heftige Kritik gesorgt, weil die Gemeinde entgegen den Zusagen des Konzerns erst mit sehr viel Verspätung über die Aktion informiert worden war. Ein Großteil des Diesels war Anfang 2014 zurückgeholt worden; etwa 2.000 Liter waren in der Bohrung verblieben. Man gehe davon aus, dass sich der restliche Diesel im Loch angesammelt habe, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung gestern. Wie viel das sei, müsse man vor der Verfüllung sehen. Sollten Reste des Diesels außerhalb des Bohrloches sein, verblieben die in rund 1.200 Metern Tiefe. Mit den Arbeiten zur Verfüllung soll bereits im Januar begonnen werden. Die weiteren Rückbauarbeiten für den Bohrplatz erfolgen im Laufe des nächsten Jahres. Die Gemeinde Stemwede sowie Anwohner des Bohrplatzes werden über die Aufnahme der Arbeiten vorher informiert, kündigte die Bezirksregierung an.

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