Die Haldemer I-Männchen des Jahrgangs 1964 trafen sich jetzt zum 50. Schulgeburtstag wieder. Schulleiterin Martina Weiffen-Flore (8. v. r.) überraschte die Männer und Frauen mit kleinen Schultüten. - © FOTO: SONJA ROHLFING
Die Haldemer I-Männchen des Jahrgangs 1964 trafen sich jetzt zum 50. Schulgeburtstag wieder. Schulleiterin Martina Weiffen-Flore (8. v. r.) überraschte die Männer und Frauen mit kleinen Schultüten. | © FOTO: SONJA ROHLFING

Stemwede-Haldem "Gefühl der Verbundenheit"

Haldemer Grundschule vor 50 Jahren eingeweiht / Ehemalige trafen sich

Von Sonja Rohlfing

Stemwede-Haldem. Im April 1964 wurde im neuen Haldemer Schulgebäude an der Süsterstraße der erste Jahrgang mit 25 Mädchen und Jungen eingeschult. 15 der damaligen I-Männchen besuchten jetzt zum 50. Schulgeburtstag ihre alte Schule. Bei einigen von ihnen ist der Kontakt zur Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Schule über die eigenen Kinder nie abgerissen. Andere waren nach Jahrzehnten erstmals wieder in den alten Klassenräumen.

Die Erinnerungen waren bei Jürgen Benker, Walter Borchert, Monika Detert (geb. Böckmann), Giselbert Dinklage, Anneliese Eberhard (geb. Mallü), Rainer Hüsemann, Ulrich Krause, Harald Meyer, Horst Meyer, Horst Papenfuß, Jürgen Schön, Marianne Sommer (geb. Lübke), Anke Wienke (geb. Strunk), Klaus Winkelmeier und Hartmut Wulf aber sofort wieder wach.

"Bevor der Unterricht anfing, mussten wir die Hände auf den Tisch legen zur Kontrolle, ob die Finger sauber sind", erinnern sich die Schüler. "Wenn nicht, gab es was auf die Finger." Ihr Lehrer sei zwar streng gewesen, habe sich aber auf der anderen Seite auch sehr für die Schüler eingesetzt. Wenn es geregnet habe, habe er sie mit seinem VW Käfer bis nach Hause gefahren. "Das wäre heute undenkbar", merkt Schulleiterin Martina Weiffen-Flore an.

Vieles hat sich verändert, stellten die Ehemaligen fest, die sich auch über die Hintergründe der Montessori-Pädagogik informierten. Das eigene Klassenzimmer ist heute ein Lehrerzimmer. Das Lehrschwimmbecken wird längst durch den Offenen Ganztag, für Musikunterricht und zur Förderung von Kindern parallel zum Unterricht genutzt.

An ihrem Platz sind wieder die "Buntstifte", das Symbol der Schule. Stark gemacht für den Ersatz der mit der Zeit morsch gewordenen Holzstifte haben sich die ehemaligen I-Männchen vor ihrem Klassentreffen - allen voran Horst Papenfuß. Er hat die Rohre besorgt, die dann von Hausmeister Hartwig Lampe bunt lackiert wurden.

"Unser Treffen war für alle ein schönes, intensives und lebendiges Erlebnis", erklärt Klaus Winkelmeier. "Wir haben während unserer Tour mit dem Planwagen und bei der Führung durch die Schule viel 'erfahren' - miteinander und voneinander", freut sich der Stemweder Gemeindeheimatpfleger. Es sei viel gelacht worden, man habe aber auch Ernstes gehört. "Obwohl wir uns ja zum Teil über 40 Jahre nicht mehr gesehen hatten, war trotzdem ein Gefühl der Vertrautheit und der Verbundenheit von der ersten Minute an spürbar." Und noch in einem waren sich alle einig: Es fühle sich gut an, wie sich die Schule entwickelt habe.

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